Präsidentschaftswahlen 2027: Emmanuel Macrons Wählerschaft fragmentiert sich im Vorfeld der Wahl.
Präsidentschaftswahlen 2027: Emmanuel Macrons Wählerschaft fragmentiert sich im Vorfeld der Wahl.

Weniger als ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen 2027 hat sich die Wählerschaft, die ihn unterstützt hatte, von ihm abgewandt. Emmanuel Macron Seine Wiederwahlkampagne wirkt stark zersplittert. Laut einer Studie der Jean-Jaurès-Stiftung halten nur noch 35 % der Wähler des Präsidenten im Jahr 2022 zum zentristischen Block, insbesondere zu Édouard Philippe und Gabriel Attal. Die übrigen Wähler verteilen sich auf diejenigen, die sich dem rechten Flügel zuwenden (27 %), dem linken (23 %) oder dem politischen Spektrum entfremdet sind (15 %).

Diese Entwicklung verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen der Macronismus konfrontiert ist, seine Wählerbasis zu halten, nachdem er 2022 Wähler verschiedenster politischer Richtungen vereint hatte. Selbst unter seinen treuesten Anhängern ist die Unterstützung für potenzielle Kandidaten der politischen Mitte verhalten. Édouard Philippe scheint jedoch gegenüber Gabriel Attal bei dieser ehemaligen Wählerschaft einen deutlichen Vorteil zu haben, wenn es um die Einschätzung ihrer Fähigkeit geht, einen künftigen Präsidentschaftssieg zu verkörpern.

Die Ära nach Macron nimmt in den Umfragen Gestalt an.

Die Studie zeigt auch, dass Wähler, die dem Mitte-Rechts-Lager treu bleiben, nicht einfach nur eine Verlängerung der aktuellen fünfjährigen Legislaturperiode wünschen. Die Mehrheit von ihnen ist der Ansicht, dass tiefgreifendere Reformen der französischen Gesellschaft notwendig sind. Laut den Autoren der Studie reicht das Argument, den Rassemblement National oder Jean-Luc Mélenchon zu „blockieren“, nicht mehr aus, um diese Wählerschaft nachhaltig zu mobilisieren.

Ehemalige Anhänger Emmanuel Macrons, die sich nach rechts orientieren, konzentrieren sich vor allem auf Einwanderungs- und Identitätsfragen. Diejenigen, die sich dem linken Flügel annähern, betonen hingegen soziale und ökologische Belange. Enttäuschte Wähler bringen hauptsächlich ihre Unzufriedenheit mit der Bilanz des scheidenden Präsidenten zum Ausdruck. Diese Neuausrichtung könnte den Kampf um seine Nachfolge im Jahr 2027 maßgeblich beeinflussen.

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