Präsidentschaftswahlen 2027: Édouard Philippe ist laut einer Elabe-Umfrage der einzige Gewinner im Kampf gegen den Rassemblement National.
Präsidentschaftswahlen 2027: Édouard Philippe ist laut einer Elabe-Umfrage der einzige Gewinner im Kampf gegen den Rassemblement National.

Sonntag für Sonntag zeigen die Umfragen dieselbe Trennlinie: Der Rassemblement National führt, während das Lager Macron noch immer nach der richtigen Strategie sucht. Laut einer am Samstag veröffentlichten Elabe-Umfrage scheint Édouard Philippe der Kandidat der Mitte mit den besten Chancen auf den Einzug in die Stichwahl der nächsten Präsidentschaftswahl zu sein und ist vor allem der einzige Kandidat, der den Rassemblement National in der Stichwahl schlagen kann. Eine Momentaufnahme, keine Prognose, aber eine wichtige.

In der ersten Runde wird Jordan Bardella in allen Szenarien die Führung zugeschrieben, mit zwischen 35 % und 38,5 % der Stimmen. Marine Le Pen Dies entspricht einem Wert zwischen 31,5 % und 34 %. In diesem etablierten Kontext schwankt Édouard Philippe, der wiedergewählte Bürgermeister von Le Havre und Präsident von Horizons, je nach Szenario zwischen 20,5 % und 25,5 %. Er steigt auf 25,5 %, falls Les Républicains keinen Kandidaten antritt, der Rassemblement National stark ist und die Linke zersplittert, wobei Jean-Luc Mélenchon dann bei 12 % liegt.

Der Zentralblock sucht seinen Anführer, die Nationale Vereinigung rollt voran.

Die detaillierten Simulationen zeigen auch den Kampf um die Positionen, der bis auf halbe Prozentpunkte ausgetragen wird. Édouard Philippe liegt bei 22 % in einem Szenario, in dem Marine Le Pen 31,5 % erreicht, Jean-Luc Mélenchon Mit 11,5 % liegt er vor François Hollande und Bruno Retailleau mit jeweils 8,5 %. Im Duell mit Jordan Bardella, der mit 35 % auf dem linken Flügel steht, fällt er auf 20,5 % zurück. Dort trifft er auf Jean-Luc Mélenchon und Raphaël Glucksmann mit jeweils 10,5 % und Bruno Retailleau mit 7 %. Gabriel Attal stagniert bei 11,5 % und Gérald Darmanin bei 8 %, beide im Kampf um die Qualifikation von Raphaël Glucksmann überholt: Das Zentrum hat zwar Potenzial, aber noch nicht die richtige Position gefunden.

Die zweite Runde ist jedoch der entscheidende Punkt. Édouard Philippe dürfte sich laut Prognosen gegen Jordan Bardella (51,5 % zu 48,5 %) und Marine Le Pen (53 % zu 47 %) durchsetzen. Die anderen Kandidaten würden von den beiden Vertretern des Rassemblement National geschlagen werden, teils mit eklatantem Abstand, wie beispielsweise Jean-Luc Mélenchon gegen Jordan Bardella (71,5 % zu 28,5 %). Es zeichnet sich eine Logik strategischen Wählens und einer geeinten Front gegen den Rassemblement National ab, allerdings mit einem deutlichen Filter: Nicht alle Kandidaten erzeugen die gleiche Dynamik der Einigkeit.

Die übliche Vorsicht ist weiterhin geboten, und diese fordern die Leser zu Recht. Die Umfrage wurde vom 25. bis 27. März telefonisch unter 1.504 Personen durchgeführt, von denen 1.422 registriert waren. Die Fehlermarge liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten – genug, um ein knappes Rennen entscheidend zu beeinflussen. Ein Datum rückt bereits in den Vordergrund: Eine für den 7. Juli erwartete Gerichtsentscheidung könnte eine mögliche Kandidatur von Marine Le Pen beeinflussen. In diesem Spiel, in dem die Karten schnell neu gemischt werden, hat der Mitte-Block möglicherweise einen Spitzenkandidaten gefunden, der Rassemblement National hält seinen Vorsprung, und der Wahlkampf hat noch nicht einmal richtig begonnen.

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