Für das Jahr 2027 konzentriert sich Marine Tondelier auf Fragen der sozialen Vernetzung.
Für das Jahr 2027 konzentriert sich Marine Tondelier auf Fragen der sozialen Vernetzung.

Präsidentschaftskandidatin Marine Tondelier will den Kampf gegen die Einsamkeit zu einem zentralen Thema ihres Wahlkampfs 2027 machen. Die Generalsekretärin der Ökologen präsentierte am Montag mehrere Vorschläge zur Bekämpfung der sozialen Isolation, die sie als „stille Epidemie“ bezeichnet, von der ältere Menschen, junge Menschen und Alleinerziehende gleichermaßen betroffen sind.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Entwicklung lokaler Treffpunkte, die Unterstützung lokaler Vereine, die Schaffung von Gemeinschaftsräumen in Stadtvierteln und die Stärkung öffentlicher Sozialdienste. Der Regionalrat für Hauts-de-France möchte zudem Stadtentwicklungspolitiken fördern, die die menschliche Interaktion stärken und bestimmte Formen der Isolation im Zusammenhang mit digitalen Technologien und prekären Lebensbedingungen abbauen.

Der Kandidat der Grünen versucht, ein neues Thema in die öffentliche Debatte einzubringen.

Seit mehreren Monaten äußert sich Marine Tondelier immer wieder zu diesem Thema, das sie als Frage der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Zusammenhalts betrachtet. Die Vorsitzende der Grünen Partei hatte bereits eine Folge ihres Podcasts der „Epidemie der Einsamkeit“ gewidmet, gemeinsam mit dem Forscher Kévin André, einem Experten auf diesem Gebiet.

Indem sie dieses Thema in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stellt, möchte sie ihre Botschaft über rein traditionelle Umweltfragen hinaus erweitern. Als erklärte Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2027 bemüht sie sich schrittweise um ein sozialbewussteres Image, das stärker auf den Alltag der französischen Bevölkerung ausgerichtet ist – in einem Kontext, in dem psychische Gesundheit und soziale Isolation eine immer wichtigere Rolle in der öffentlichen Debatte spielen.

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