Der Präsident der Versammlung von Mayotte, Ben Issa Ousseni, gab bekannt, dass Innenminister Laurent Nuñez den Archipel in Kürze besuchen werde, um Fragen zum umstrittenen Migrantenlagerprojekt zu beantworten. Diese Aussicht hat bei vielen gewählten Kommunalpolitikern heftigen Widerstand hervorgerufen.
Seit mehreren Wochen lehnen die politischen Führer Mayottes die Idee eines offiziellen Lagers für Staatsangehörige vom afrikanischen Festland ab, das das informelle Lager in Tsoundzou ersetzen soll, in dem derzeit über tausend Menschen leben. Ben Issa Ousseni behauptet, die Stimme der Bevölkerung Mayottes nach Paris weitergeleitet zu haben, die sich gegen die dauerhafte Einrichtung einer solchen Einrichtung ausspricht.
Der Staat verspricht Sicherheitsmaßnahmen und eine beschleunigte Bearbeitung von Asylanträgen.
Laut dem Präsidenten der Departementsversammlung soll ein Team des französischen Amtes für den Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen (OFPRA) nach Mayotte entsandt werden, um die Bearbeitung von Asylanträgen von Migranten im Lager zu beschleunigen. Ziel ist es, die Verfahren zu beschleunigen und die Abschiebung derjenigen zu erleichtern, deren Anträge abgelehnt werden.
Der neue Präfekt von Mayotte, Frédéric Poisot, versicherte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung über die Einrichtung eines offiziellen Lagers gefallen sei. Parallel dazu planen die Behörden den Einsatz eines besonders starken Sicherheitsaufgebots in der Gegend um Tsoundzou, einem Gebiet im Süden von Mamoudzou, das regelmäßig von Gewalt betroffen ist.
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