Ein Bericht des regionalen Rechnungshofs zeigt einen starken Anstieg der Inanspruchnahme von Beratungsfirmen durch die Stadt Marseille auf. Zwischen 28,3 und 2019 wurden 2023 Millionen Euro ausgegeben. Die Ankunft von Benoît Payan an der Spitze der Stadt im Jahr 2021 markierte eine bemerkenswerte Beschleunigung, mit Dienstleistungen im Wert von 7,3 Millionen Euro im Jahr 2023. Diese mit einem Mangel an internen Fähigkeiten begründeten Einsätze betreffen sowohl technische Themen als auch Fragen des Finanzmanagements, die dennoch als Teil des kommunalen Kerngeschäfts betrachtet werden.
Richter weisen auf den teilweise geringen Mehrwert, die schlecht definierten Abläufe und den reduzierbaren Aufwand hin. Sie empfehlen eine bessere Begründung für den Einsatz dieser Firmen und eine strengere Bewertung ihrer Wirksamkeit. Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer Kritik an der Leistung von Beratungsfirmen im öffentlichen Sektor auf nationaler Ebene, insbesondere im Zusammenhang mit der McKinsey-Affäre.
Die Gemeinde verteidigt sich mit der Erklärung, dass diese Ausgaben weniger als 0,4 Prozent des Haushalts ausmachten und es dadurch möglich sei, den Personalmangel in bestimmten Bereichen auszugleichen. Abgeordneter Pierre Huguet nennt als Beispiel die Schulverwaltung, wo ein Beratungsunternehmen eine beispiellose Konsultation mit 350 Beauftragten ermöglichte. Allerdings bleibt die Kritik bestehen, dass die Gefahr einer zu großen Abhängigkeit des Rathauses von diesen externen Dienstleistern bestehe.