Die Europaabgeordnete Manon Aubry gab auf Réunion offiziell den Startschuss für Jean-Luc Mélenchons Präsidentschaftskampagne für die Wahlen 2027. Als führende Persönlichkeit von La France insoumise unternahm sie zahlreiche Reisen und Treffen auf der Insel, bevor ein erstes Treffen in Saint-André stattfand.
Laut den neuesten Umfragen, die von der Vorsitzenden von La France Insoumise zitiert werden, kommt Jean-Luc Mélenchon landesweit auf rund 16 % der Wählerstimmen. Er liegt damit hinter Jordan Bardella, aber dicht hinter Édouard Philippe. Manon Aubry hob den Aufwärtstrend des Kandidaten in den französischen Überseegebieten hervor und erinnerte daran, dass er bei der Präsidentschaftswahl 2022 im ersten Wahlgang auf Réunion die Nase vorn hatte.
Landwirtschaft auf Réunion im Mittelpunkt der Bewegung
Im Rahmen dieses Besuchs besichtigte der Europaabgeordnete insbesondere einen Bauernhof in Sainte-Suzanne, um mit den lokalen Erzeugern über die Folgen von Klimarisiken und die Zukunft des europäischen POSEI-Programms zu sprechen, das für die Landwirtschaft in Übersee von entscheidender Bedeutung ist.
Die befragten Landwirte äußerten Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit des Sektors von europäischen Subventionen, die eigentlich für Regionen in äußerster Randlage bestimmt sind. Mehrere Landwirte erwähnten steigende Produktionskosten, Ernteausfälle infolge der jüngsten Wetterereignisse und die Konkurrenz durch Importe.
Kaufkraft und Überseegebiete im Zentrum der rebellischen Strategie
Manon Aubry wurde von Jean-Hugues Ratenon, einem Abgeordneten aus Réunion, und Younous Omarjee, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, begleitet. Alle bekräftigten ihre Absicht, die Angelegenheiten der Überseegebiete zu einem Schwerpunkt des Präsidentschaftsprogramms von Jean-Luc Mélenchon zu machen.
Die Bewegung „La France Insoumise“ will sich in ihrer Kampagne auf Kaufkraft, Lohnerhöhungen, den Renteneintritt mit 60 Jahren und ökologische Planung konzentrieren. Der Vorsitzende von „La France Insoumise“ hob zudem die hohen Lebenshaltungskosten auf Réunion hervor, wo die Preise für Kraftstoff und Güter des täglichen Bedarfs in den letzten Jahren stark gestiegen sind.
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