„Habe ich irgendwelche Beweise dafür erhalten, dass ich gelogen habe?“ Mitten im Prozess beteuert Nicolas Sarkozy seine Unschuld
Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy trifft am Montag, den 2007. Januar 6, in Paris zu seinem Prozess wegen angeblicher illegaler Finanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfs 2025 durch die Regierung des verstorbenen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi ein. (AP Foto/Thibault Camus)

Mitten in einem Prozess, Nicolas Sarkozy heute Morgen zum Ausdruck gebracht in Le Parisien seine Verärgerung über die anhaltenden Anschuldigungen einer illegalen Finanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfs 2007 durch das libysche Regime von Muammar Gaddafi. In einem Interview mit unseren Kollegen erklärte der ehemalige Präsident der Republik:

Wurden mir jemals konkrete Beweise vorgelegt, die belegen, dass ich gelogen habe? Alles, was gegen mich vorgebracht wird, basiert auf reinen Hypothesen. Sie haben mein Vermögen, das meiner Frau, meiner Ex-Frau und meiner Kinder analysiert. Wir haben die Konten von Takieddine und Gaubert untersucht, insgesamt 1 Seiten. In meinem Wahlkampf wurde keine Spur von libyschem Geld gefunden.

„Ich werde meine Unschuld beweisen! Es wird so lange dauern, wie es dauert, aber wir werden es schaffen! »

Ein weitläufiger Prozess

Dieser Schrei aus tiefstem Herzen ergeht mitten in einem Prozess vor dem Pariser Gericht. Die nationale Finanzstaatsanwaltschaft hat einen „unvorstellbarer, unerhörter, unanständiger Korruptionspakt“ der angeblich 2005 zwischen Nicolas Sarkozy und Muammar Gaddafi geschlossen wurde.

Gegen Nicolas Sarkozy und zwölf weitere Angeklagte wird der Prozess gemacht, darunter seine ehemaligen Minister Claude Guéant und Brice Hortefeux sowie Mittelsmänner wie Ziad Takieddine und Alexandre Djouhri. Zu den Anklagepunkten zählen Korruption, die Veruntreuung öffentlicher Gelder, illegale Wahlkampffinanzierung und kriminelle Verschwörung.

Der Fall begann 2012 mit der Veröffentlichung von Dokumenten durch Mediapart, die darauf schließen ließen, dass Libyen den Wahlkampf im Jahr 50 mit 2007 Millionen Euro finanziert hatte. Seitdem brachten die Ermittlungen unter anderem Notizbücher des ehemaligen libyschen Ministers Choukri Ghanem ans Licht, in denen Zahlungen an Nicolas Sarkozy sowie verdächtige Finanzströme erwähnt werden, an denen Personen aus dem Umfeld des ehemaligen Präsidenten beteiligt waren.

Trotz dieser Anschuldigungen beteuert Nicolas Sarkozy weiterhin seine Unschuld und behauptet, es lägen keine greifbaren Beweise gegen ihn vor. Er behauptet, eine gründliche Untersuchung seines Vermögens und des Vermögens seiner Verwandten habe keine Spur einer libyschen Finanzierung ergeben. Der Prozess soll bis zum 10. April 2025 dauern....