Dies ist eine neue Brüskierung der Exekutive. Am Samstag, dem 25. Oktober, lehnte die Nationalversammlung den Vorschlag der Regierung ab, die Einkommensteuersätze einzufrieren. Eine breite Koalition von der Rechten bis zu den Insoumis, darunter auch einige Macronisten, nahm den von Laurent Wauquiez (LR) Neuanpassung der Steuerskala an die Inflation. Die Einfrierung hätte zu einer zusätzlichen Steuerlast von fast 200.000 Haushalten geführt und dem Staat voraussichtlich rund zwei Milliarden Euro eingebracht.
Eine bunte Allianz gegen steigenden Steuerdruck
Finanzministerin Amélie de Montchalin verurteilte die Maßnahme als kostspielig, während Laurent Wauquiez zu „minimalen Anstrengungen“ aufrief, um Steuererhöhungen für die Mittelschicht zu vermeiden. Der LFI-Abgeordnete Damien Maudet wiederum prangerte „ein Land an, das Europameister der Millionäre ist“, in dem „die Arbeitenden immer mehr zahlen, während andere im Schlaf reich werden“. Die Debatten dürften nun auch um andere brisante Themen des Haushalts 2026 spannend werden, insbesondere um das Ende der Steuerermäßigung für Rentner und die Steuerbefreiung von Tagegeldern für Langzeitkranke.