Die bevorstehende Einweihung von Donald Trump sorgt bei UN-Organisationen für Besorgnis. Der ehemalige US-Präsident kürzte in seiner ersten Amtszeit die US-Finanzbeiträge deutlich, verließ mehrere UN-Organisationen, darunter den Menschenrechtsrat, und leitete den Austritt aus der WHO ein. Diesmal, so warnen Experten, könnten die Kürzungen noch schneller und brutaler ausfallen.
Die finanzielle Unterstützung durch die Vereinigten Staaten, den Hauptzahler der Vereinten Nationen, ist von entscheidender Bedeutung. Doch Trumps neue Botschafterin Elise Stefanik bezeichnet die Organisation als „korrupt und verkrüppelt“. Einige Beobachter befürchten sogar einen republikanischen Gesetzentwurf, der auf den Austritt der USA aus der UNO abzielt, eine Hypothese, die Analysten für unwahrscheinlich halten, da Washington dem wachsenden Einfluss Chinas entgegenwirken will.
Zu den potenziellen Zielen der Trump-Administration gehört die WHO, die zu Beginn der Amtszeit im Stich gelassen werden könnte. Trotz Versuchen, ihre Finanzierung zu diversifizieren, ist die Organisation weiterhin auf amerikanische Beiträge angewiesen. Eine Trennung wäre Experten zufolge „schmerzhaft, auch wenn sie nicht das Ende bedeuten würde.“
Auch reproduktive Rechte und Organisationen wie UNFPA oder UN Women könnten unter der amerikanischen Politik leiden. Während seiner ersten Amtszeit kürzte Trump wichtige Mittel und warf einigen Organisationen umstrittene Praktiken vor. Trotz allem zeigen die Beamten einen gewissen Optimismus und betonen die Widerstandsfähigkeit der UN-Organisationen.
Angesichts dieser Unsicherheiten bereiten die Vereinten Nationen eine Kostensenkung vor und suchen aktiv nach neuen Finanzpartnern. Experten zufolge kann Europa, das ohnehin schon geschwächt ist, die Lücken, die die USA hinterlassen haben, möglicherweise nicht mehr schließen.