Eine hitzige Kontroverse brach aus, nachdem Thomas Portes, Abgeordneter von La France Insoumise (LFI), erklärte, dass „israelische Athleten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris nicht willkommen“ seien. Diese Kommentare wurden von Yonathan Arfi, Präsident des Repräsentantenrates, als „unverantwortlich“ bezeichnet der Jüdischen Institutionen Frankreichs (CRIF), Sonntag, 21. Juli.
Kontroverse Kommentare und Reaktionen
Während einer Kundgebung zur Unterstützung des palästinensischen Volkes sagte Thomas Portes: „Nein, die israelische Delegation ist in Paris nicht willkommen. Israelische Athleten sind bei den Olympischen Spielen in Paris nicht willkommen.“ Diese Erklärung wenige Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele löste eine Welle der Empörung aus. Yonathan Arfi erinnerte daran, dass israelische Athleten „bereits bei den Olympischen Spielen am stärksten gefährdet“ seien, und erinnerte an die tragische Erinnerung an die Olympischen Spiele in München 1972, bei denen elf Israelis von palästinensischen Terroristen ermordet wurden.
Erklärungen und Klarstellungen
Angesichts der Kritik kehrte Thomas Portes zu seinen Kommentaren zurück und erklärte auf der Website von Le Parisien, dass er eine „klare und konstante“ Position von LFI verteidige. Er rief dazu auf, Druck auf das Internationale Olympische Komitee auszuüben, damit „die israelische Flagge und die israelische Hymne während dieser Olympischen Spiele nicht zugelassen werden, wie es bei Russland der Fall ist“, und prangerte an, was er als „doppelte Standards, zwei Maßnahmen“ ansieht.
Politische Reaktionen
Der frühere sozialistische Abgeordnete Julien Dray beschrieb Thomas Portes als „Hetzer“, während Meyer Habib, ehemaliger Abgeordneter von Les Républicains, LFI beschuldigte, eine „antisemitische Partei“ zu sein. Der sozialistische Abgeordnete Jérôme Guedj bekräftigte seinerseits, dass „israelische Sportler in Paris wie alle Sportler auf der Welt natürlich willkommen sind“.
Unterstützung innerhalb der LFI
Einige gewählte LFI-Funktionäre unterstützten Thomas Portes, insbesondere den Abgeordneten Aymeric Caron, der eine „unwürdige“ Kontroverse anprangerte. Caron schätzte, dass „die israelische Flagge, die mit dem Blut der Unschuldigen in Gaza befleckt ist, diesen Sommer nicht in Paris wehen sollte.“
Hector M.