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Der Führer der deutschen Rechten, Friedrich Merz, der nach dem Sieg seiner Partei bei den Parlamentswahlen künftige Bundeskanzler, versicherte am Montag, dass Benjamin Netanyahu konnte trotz des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) nach Deutschland reisen. Auf einer Pressekonferenz sagte Merz: „Ich setze mich dafür ein, dass wir einen Weg finden, wie er Deutschland besuchen und wieder ausreisen kann, ohne verhaftet zu werden.“

Merz äußerte sich, nachdem er mit dem israelischen Ministerpräsidenten telefoniert hatte, und beschrieb das Gespräch als „herzlich“. Obwohl er nicht genau sagte, ob ein offizielles Treffen geplant sei, betonte der künftige Bundeskanzler, dass die Vorstellung, ein israelischer Ministerpräsident könne Deutschland nicht besuchen, absurd sei. Er sagte außerdem, er würde Netanjahu zu einem offiziellen Besuch einladen, sobald seine Regierung gebildet sei.

Gegen Benjamin Netanjahu liegt derzeit ein im November 2024 erlassener Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit den Ereignissen im Gazastreifen vor. Israel hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und sie als „antisemitisch“ und „absurd“ bezeichnet. Netanjahu hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban bereits dafür gedankt, dass er ihn trotz des gleichen Haftbefehls nach Ungarn eingeladen hatte.

Merz‘ Unterstützung für Netanjahu erfolgt zu einer Zeit, in der der Internationale Strafgerichtshof weiterhin wegen seiner Rolle bei der Anklageerhebung gegen die israelische Führung in der internationalen Kritik steht.