Angesichts der rasant steigenden Treibstoffpreise bereitet Sébastien Lecornu neue Unterstützungsmaßnahmen für Juni vor.
Angesichts der rasant steigenden Treibstoffpreise bereitet Sébastien Lecornu neue Unterstützungsmaßnahmen für Juni vor.

Die Regierung wird voraussichtlich am Donnerstag neue Maßnahmen vorstellen, um die Auswirkungen der steigenden Kraftstoffpreise auf Haushalte und zahlreiche dieselabhängige Berufsgruppen abzumildern. Premierminister Sébastien Lecornu wird diese Maßnahmen präsentieren, während die Benzinpreise an den Zapfsäulen den höchsten Stand seit Beginn des Krieges im Nahen Osten erreicht haben.

Seit mehreren Wochen bevorzugt die Regierung gezielte Maßnahmen anstelle eines allgemeinen Kraftstoffrabatts. Die in Erwägung gezogenen Maßnahmen betreffen insbesondere einkommensschwache Vielfahrer, bestimmte Transportberufe sowie Fischer und Landwirte, die bereits von den gestiegenen Dieselpreisen für Geländefahrzeuge betroffen sind.

Die Hilfe konzentrierte sich auf Arbeitnehmer, die am stärksten auf Autos angewiesen sind.

Laut ersten Berichten der letzten Tage könnte eine pauschale Subvention von umgerechnet etwa 20 Cent pro Liter Benzin an fast drei Millionen Geringverdiener gezahlt werden, die beruflich stark auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Die Maßnahme würde sich vor allem an Pflegekräfte, Krankenpfleger/innen, Betreuungskräfte und Arbeitnehmer/innen richten, die weit entfernt von öffentlichen Verkehrsmitteln wohnen.

Die Regierung erwägt zudem eine verstärkte Unterstützung der von der Energiekrise am stärksten betroffenen Branchen. Die Subventionen für Dieselkraftstoff für Geländefahrzeuge von Fischern könnten auf 30 bis 35 Cent pro Liter erhöht werden, während Spediteure von einer Verlängerung bestehender Maßnahmen profitieren würden.

Die Regierung will eine weitere soziale Krise vermeiden.

Diese neue Entwicklung erfolgt inmitten eines erheblichen Drucks auf die Kaufkraft. Steigende Kraftstoffpreise schüren die Sorgen der Regierung, die noch immer von der früheren „Gelbwesten“-Bewegung geprägt ist, welche unter anderem aus Protesten gegen die Kraftstoffsteuer im Jahr 2018 hervorging.

Die Regierung lehnt jedoch weiterhin die Idee einer flächendeckenden Wiedereinführung allgemeiner Heizkostenzuschüsse ab, da diese als zu kostspielig für die öffentlichen Finanzen gelten. Stattdessen setzt man nun auf gezielte Hilfen für Haushalte und Berufsgruppen, die von der aktuellen Energiekrise besonders betroffen sind.

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