Emmanuel Macron bekräftigte in einem Interview mit Le Parisien seinen Wunsch, vor den Europawahlen am 9. Juni mit Marine Le Pen zu debattieren, und unterstrich die enorme Bedeutung dieser Wahl für die Zukunft Frankreichs. Der französische Präsident erklärte sich für diese Debatte bereit und betonte, dass diese Europawahl seiner Meinung nach eine entscheidende Rolle für das Schicksal des Landes spiele.
Allerdings lehnte Macron die von Marine Le Pen gestellten Bedingungen für eine solche Debatte ab. Dieser hatte gefordert, dass der Präsident im Falle einer Niederlage seiner Liste seinen Rücktritt oder die Auflösung der Nationalversammlung auf den Tisch lege, eine Bedingung, die Macron nach der Wahl als irrelevant bezeichnete. Er betonte, dass der richtige Zeitpunkt für diese Debatte jetzt sei, vor der Abstimmung, und argumentierte, dass sie nach den Ergebnissen an Relevanz verlieren werde.
Marine Le Pen ihrerseits bekräftigte ihre Position und bestand darauf, dass sie nur dann mit Macron debattieren würde, wenn dieser ihre Bedingungen akzeptiere. Sie betonte, dass der Präsident, wenn er die Wahlarena betritt, die Konsequenzen im Falle einer Niederlage tragen muss.
Darüber hinaus kritisierte Macron die Rassemblement National für ihre Unklarheit in europäischen Fragen und beklagte eine Debatte über Ideen im Vorfeld der Wahlen. Obwohl die RN in den Umfragen mit einem komfortablen Vorsprung an der Spitze liegt, forderte Macron die Franzosen auf, wachsam zu sein und die Lepenisten-Kandidaten genau zu prüfen.
Der französische Präsident brachte auch seine Absicht zum Ausdruck, sich an der Wahldebatte zu beteiligen, obwohl er das Staatsoberhaupt und nicht der Mehrheitsführer ist. Er betonte die Bedeutung dieser Debatte für die Zukunft Frankreichs und brachte sein Vertrauen in den Wahlprozess zum Ausdruck, indem er sagte, er glaube nicht an die Umfragen.