Ausschreitungen nach dem Sieg von PSG: „Diese Personen terrorisieren die Bevölkerung“, prangert Radouan Kourak an.
Ausschreitungen nach dem Sieg von PSG: „Diese Personen terrorisieren die Bevölkerung“, prangert Radouan Kourak an.

Die Gewalt, die nach dem Champions-League-Sieg von PSG ausbrach, löst weiterhin zahlreiche Reaktionen aus. Während die Regierung die Einführung eines „Vandalen-zahlt“-Prinzips erwägt, um die Verantwortlichen für die Schäden zur Kasse zu bitten, lieferte der Journalist und Unternehmer Radouan Kourak, Leiter der Presse- und Kommunikationsgruppe InterVision, auf CNews eine besonders scharfe Analyse der Situation.

Radouan Kourak, der sich selbst als Pariser und Fußballfan bezeichnet, zeigte sich hocherfreut über den zweiten Champions-League-Titel in Folge für PSG – ein Erfolg, den er als historisch für den französischen Fußball betrachtet. Er bedauerte jedoch, dass dieser Sieg und die damit verbundenen Feierlichkeiten durch gewalttätige Ausschreitungen in mehreren Städten überschattet wurden.

Insbesondere in Bezug auf die Aussage einer Pariser Bewohnerin, die traumatisiert war, nachdem etwa fünfzig Personen in ihr Haus im 16. Arrondissement eingebrochen waren, empfand er die bisherigen Worte als unzureichend. „Diese Frau spricht von Terror. Diese Leute terrorisieren die Bevölkerung. Sie zünden an, sie zerstören und sie gefährden Menschenleben“, erklärte er. Seiner Ansicht nach müssen die Täter dieser Gewalt als Terroristen betrachtet werden, da sie „die Bevölkerung terrorisieren“.

Für Radouan Kourak reicht das Problem weit über die Exzesse einer einfachen Sportfeier hinaus. Er fordert eine Untersuchung der Hintergründe der Randalierer und behauptet, ein erheblicher Teil von ihnen stamme aus Nordafrika oder Subsahara-Afrika. „Wir müssen uns ansehen, wer diese Randalierer, diese Vandalen sind. Viele von ihnen haben, wie ich selbst, einen Migrationshintergrund“, erklärte er.

Der Präsident der InterVision-Gruppe verglich die Situation in Frankreich mit der in mehreren nordafrikanischen und nahöstlichen Ländern. Unter Verweis auf Marokko, Algerien und die Vereinigten Arabischen Emirate meinte er, dass ein solches Verhalten dort umgehend bestraft würde.

Seiner Ansicht nach rührt diese Situation direkt von einer Schwächung der öffentlichen Autorität her. Er prangert eine unzureichend ausgestattete Polizei, ein Justizsystem an, das seiner Meinung nach nicht in der Lage ist, Jugendkriminalität wirksam zu bekämpfen, und eine „Kultur der Ausreden“, die es lange Zeit verhindert hat, das Problem an der Wurzel anzugehen.

Nach dem Sieg in Paris wurden zwar 890 Festnahmen registriert und 178 Polizisten und Gendarmen verletzt, doch Radouan Kourak ist der Ansicht, dass die derzeit erwogenen Maßnahmen ohne tiefgreifendere Reformen nicht ausreichen werden. „Ohne einen radikalen politischen Wandel steuern wir auf eine Katastrophe zu“, warnte er.

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