Der ehemalige Generalsekretär des Élysée-Palastes, Claude Guéant, verteidigt weiterhin seine Position im Berufungsverfahren gegen ihn. Nicolas SarkozyÜber seinen Anwalt Philippe Bouchez El Ghozi lässt der ehemalige rechte Mann des ehemaligen Staatsoberhauptes ausrichten, er habe bei der Zusammenarbeit auf höchster Staatsebene ausschließlich die Anweisungen des Präsidenten der Republik befolgt.
Der Anwalt von Claude Guéant ging auf die Aussagen von Nicolas Sarkozy während dessen Vernehmung ein, in der der ehemalige Präsident die Integrität seines früheren Kollegen infrage gestellt hatte. Diese Haltung wurde von der Verteidigung des ehemaligen Innenministers, der bei diesem Teil des Prozesses abwesend war, scharf kritisiert.
Guéants Verteidigungsgegenangriffe
„Der Stellvertreter tut lediglich das, was ihm der Erste sagt“, betonte Philippe Bouchez El Ghozi und bekräftigte, dass Claude Guéant stets darauf hingewiesen habe, die umstrittenen Entscheidungen seien auf direkte Anweisungen von Nicolas Sarkozy zurückzuführen. Diese Verteidigungslinie unterstreicht die Spannungen, die zwischen den beiden ehemals engen Vertrauten im Laufe des Gerichtsverfahrens entstanden sind.
Die Atmosphäre rund um diesen Berufungsprozess ist besonders angespannt, da mehrere Beteiligte versuchen, die Verantwortung von sich zu weisen. Der Fall befeuert weiterhin Debatten über die Machtverhältnisse unter der Präsidentschaft Sarkozys und die Rolle seiner engsten Vertrauten.
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