Charles Alloncle hat Delphine Ernotte noch nicht abgeschrieben. Der UDR-Abgeordnete wirft der Präsidentin von France Télévisions vor, während ihrer Anhörung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter Eid gelogen zu haben. Laut Marianne soll Delphine Ernotte sich von einer privaten Firma beraten lassen haben, um sich auf ihre Aussage vor den Abgeordneten vorzubereiten – Informationen, die ihren eidesstattlichen Aussagen widersprechen. Der Politiker bezeichnet dies als Meineid und als Verleugnung der immer zahlreicher werdenden Enthüllungen.
Vorwürfe fragwürdiger Budgetverwaltung
Charles Alloncle behauptet, die Mittel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk seien zwischen 2015 und 2024 um 136 Millionen Euro gestiegen, was Delphine Ernottes Behauptungen über Budgetkürzungen widerspricht. Der Abgeordnete nimmt kein Blatt vor den Mund und wirft dem Präsidenten vor, öffentliche Gelder verschwendet zu haben, ohne genaue Rechenschaft über die Verwaltung der öffentlichen Finanzen abzulegen.
Diese Anschuldigungen folgen auf monatelange Anhörungen des parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Delphine Ernotte hatte gehofft, diese parlamentarische Episode hinter sich lassen zu können, doch die aufeinanderfolgenden Enthüllungen haben die Kontroverse um die Führung von France Télévisions neu entfacht. Der mutmaßliche Einsatz eines privaten Beratungsunternehmens zur Vorbereitung einer öffentlichen Anhörung wirft Fragen hinsichtlich der Transparenz und Glaubwürdigkeit der vor der Nationalversammlung abgegebenen Aussagen auf.
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