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Diese Woche stellte Bruno Retailleau seine Vision der Beziehungen zwischen dem Staat und dem muslimischen Glauben vor dem Forum des Islam in Frankreich (FORIF) vor, das am Place Beauvau tagte. Er betonte die Notwendigkeit, den Islamismus zu bekämpfen, stellte jedoch gleichzeitig klar, dass der Säkularismus nicht zur Marginalisierung der Religionen führen dürfe. Der Minister schloss jegliche staatliche Einmischung in die Organisation des muslimischen Glaubens klar aus und kritisierte das Modell des Französischen Rates des muslimischen Glaubens (CFCM), das er für ungeeignet hielt.

Retailleau begrüßte die Fortschritte von FORIF und erklärte, dass dieses Gremium in drei Jahren mehr erreicht habe als die CFCM in zwanzig Jahren. Er betonte die Gründung des Nationalen Rates der muslimischen Seelsorge und die Aufnahme des Imamberufs in das Berufsverzeichnis von France Travail, ein Schritt hin zu einer besseren Strukturierung des Gottesdienstes. Allerdings müssen noch mehrere Herausforderungen bewältigt werden, darunter der Zugang der Imame zur Sozialversicherung und ihre Ausbildung.

Der Innenminister bekräftigte zudem seinen Willen, den Kampf gegen den politischen Islam zu verschärfen, und prangerte eine „aufdringliche“ Ideologie an, die republikanische Prinzipien in Frage stelle. Er kündigte an, dass er bei der DGSI einen detaillierten Bericht über islamistische Netzwerke in Frankreich anfordern werde und dass er bereit sei, Teile der Schlussfolgerungen zu veröffentlichen, um die Verantwortlichen für diese Exzesse anzuprangern. Er erwägt sogar die Einführung eines neuen Straftatbestands, der eine umfassendere Auflösung von Vereinigungen ermöglicht, die des Separatismus verdächtigt werden.

Abschließend erinnerte Retailleau daran, dass die Organisation des muslimischen Gottesdienstes in Frankreich von der Gemeinschaft selbst ausgehen müsse und nicht vom Staat diktiert werden dürfe. Er versicherte, dass die im Rahmen des FORIF angestoßenen Diskussionen nach dem Ramadan während der Territorialkonferenzen zum Islam in Frankreich fortgesetzt würden, bei denen lokale Interessenvertreter und Präfekten zusammenkommen würden. Eine Möglichkeit für die Regierung, einen strukturierenden Rahmen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig zu vermeiden, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.