Nicolas Isnard wurde am Dienstag, dem 7. April, mit 199 von 237 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten der Metropolregion Aix-Marseille-Provence gewählt. Als einziger Kandidat nach dem Rückzug von Martine Vassal, deren politische Position durch ihre Niederlage bei den Kommunalwahlen in Marseille geschwächt war, gewann der LR-Bürgermeister von Salon-de-Provence mit großem Vorsprung und schlägt damit ein neues Kapitel an der Spitze dieser strategischen Institution auf, die 92 Gemeinden umfasst und über ein enormes Budget verfügt.
Hinter dieser vorhersehbaren Wahl zeichnet sich ein echter politischer Wendepunkt ab. Nicolas Isnard ist es gelungen, Menschen über sein eigenes Lager hinaus zu vereinen, insbesondere durch ein Abkommen mit der linken Mehrheit in der Stadtverwaltung von Marseille. Dieses pragmatische Bündnis könnte das Machtverhältnis in der Metropole nachhaltig verändern, aber auch die Stabilisierung der Regierungsführung erschweren.
In seiner Antrittsrede skizzierte der neue Präsident seine Vision: eine „Metropole im Dienste der Bürgermeister“. Er will mit einem als zu zentralisiert geltenden Verwaltungsstil brechen und die lokalen Verbindungen stärken, insbesondere durch die Einrichtung von „Metropolhäusern“ in den verschiedenen Gebieten. „Wir sind verpflichtet, dieses gemeinsame Haus zum Erfolg zu führen“, betonte er und rief zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der Metropolregion auf.
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