Die Staatsanwaltschaft beantragte am Mittwoch eine siebenjährige Haftstrafe gegen Nicolas Sarkozy Im Berufungsverfahren um die libysche Finanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfs 2007 wurde der ehemalige Staatschef zu derselben Haftstrafe verurteilt wie im erstinstanzlichen Verfahren. Er steht im Verdacht, von illegalen Geldern profitiert zu haben, die das Regime von Muammar al-Gaddafi zur Finanzierung seiner Wahlkampagne gezahlt hatte. Die Staatsanwaltschaft hält somit an ihrer harten Linie gegen den ehemaligen Präsidenten fest, der in diesem über fünfzehn Jahre alten politischen und finanziellen Fall zusammen mit neun weiteren Angeklagten vor Gericht steht.
Schwere Strafen für Angehörige
Auch dem ehemaligen Innenminister Brice Hortefeux droht eine empfindliche Strafe. Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft, davon zwei Jahre auf Bewährung. Für Claude Guéant, den ehemaligen engsten Vertrauten von Nicolas Sarkozy im Élysée-Palast und eine Schlüsselfigur in dem Fall, plädiert die Staatsanwaltschaft auf sechs Jahre Haft und eine Geldstrafe von 100.000 Euro. Diese Forderungen unterstreichen die Schwere der Vorwürfe gegen die engen Vertrauten des ehemaligen Präsidenten in dieser komplexen Affäre.
Ein Fall, der sich seit fünfzehn Jahren hinzieht
Dieses Berufungsverfahren folgt auf ein erstes Urteil, das das französische politische Establishment bereits erschüttert hatte. Die Angeklagten bestreiten alle Vorwürfe und beteuern seit Beginn des Verfahrens ihre Unschuld. Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet und könnte einen weiteren Wendepunkt in der juristischen Auseinandersetzung um Nicolas Sarkozy markieren, der bereits in anderen Fällen verurteilt wurde.
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