Der amerikanische Rapper, der seit langem mit progressiven Anliegen in Verbindung gebracht wird, hat seine starke Unterstützung für Donald Trump und gegenüber seinem Vizepräsidenten bei einer konservativen Wahlkampfveranstaltung in Arizona. Eine Haltung, die im scharfen Kontrast zu seinen früheren Verpflichtungen steht und heftige Reaktionen hervorruft.
Offene öffentliche Unterstützung für AmericaFest
Nicki Minaj war am 19. Dezember zum AmericaFest eingeladen, dem jährlichen Großtreffen der amerikanischen Rechten, das von Turning Point USA in Phoenix organisiert wird. Dort äußerte sie sich mehrfach lobend über Donald Trump und seinen Vizepräsidenten JD Vance. Vor Zehntausenden von Zuhörern pries die Rapperin die „Hoffnung“, die der Präsident ihrer Meinung nach vermittle, und bekräftigte ihren „größten Respekt“ vor einer Regierung, die sie als „herzensgut und großzügig“ bezeichne, wie die AFP berichtete.
In ihrer Rede lobte die Künstlerin auch das Duo Trump-Vance und nannte sie „mächtige und intelligente Männer“. Anschließend räumte sie ein, dass diese Haltung für einige ihrer Zuhörer verwirrend sein könnte, und fügte laut AFP hinzu: „Menschen haben das Recht, ihre Meinung zu ändern.“
Ein deutlicher Kontrast zu seinen früheren Positionen.
Dieser konservative Kurswechsel steht in starkem Kontrast zu dem Image, das Nicki Minaj lange Zeit gepflegt hat. Die Rapperin wurde bekannt für ihr Engagement für Feminismus, LGBTQ+-Rechte und Migrantenrechte. Die Washington Post hebt insbesondere hervor, dass sie 2019 aufgrund der Menschenrechtslage einen Auftritt in Saudi-Arabien ablehnte und Donald Trumps Einwanderungspolitik während seiner ersten Amtszeit nach der Trennung von Migrantenkindern von ihren Eltern verurteilte.
Die in Trinidad und Tobago geborene und als Kind in die Vereinigten Staaten gekommene Künstlerin hatte auch ihre Zufriedenheit mit der Wahl von Joe Biden Seit 2020 haben sich ihre Positionen verändert: Während der Covid-19-Krise näherte sie sich Impfgegnern an und verstärkte anschließend ihre Unterstützung für Donald Trump in den sozialen Medien. Im vergangenen November dankte sie ihm ausdrücklich dafür, dass er ihrer Ansicht nach die Situation der Christen in Nigeria zu einer Priorität gemacht habe – eine Interpretation, die von unabhängigen Experten, wie mehrere amerikanische Medien berichteten, bestritten wird.