Florian Philippot wagte am Samstag, dem 9. Mai, im französischen Fernsehsender France 2 den Schritt und gab offiziell seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2027 bekannt. Der ehemalige Vizepräsident des Front National und jetzige Vorsitzende der Bewegung Les Patriotes begründete seine Entscheidung mit seiner Weigerung, an der Stichwahl zwischen Jean-Luc Mélenchon und Jordan Bardella teilzunehmen. Er zeigte sich zuversichtlich, die erforderlichen 500 Unterstützungserklärungen von gewählten Amtsträgern für seinen Einzug in die erste Runde zu erhalten.
Eine bedingte Bewerbung
Diese Kandidatur steht jedoch unter Vorbehalt. Philippot hat deutlich gemacht, dass er zum Rückzug bereit wäre, sollte sich innerhalb des souveränistischen Lagers eine einigende Figur herauskristallisieren. Mehrere Quellen nennen insbesondere den Namen Philippe de Villiers, einer historischen Figur der nationalistischen Rechten, dessen mögliche Kandidatur die Lage verändern könnte. Der ehemalige Funktionär des Front National ist offensichtlich bestrebt, eine Spaltung der Wählerschaft innerhalb seiner politischen Familie zu vermeiden.
Eine radikal-souveränistische Haltung
Diese Ankündigung erfolgt inmitten eines Umbruchs in der französischen Politik zwei Jahre vor den Präsidentschaftswahlen. Philippot, der 2017 den Rassemblement National verließ, um die Partei Les Patriotes zu gründen, positioniert sich als Vertreter einer radikalen souveränistischen Linie, die der Europäischen Union und dem Euro feindlich gesinnt ist.
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