Chinesische Militärübungen, die letzte Woche stattfanden, rund Taiwan waren Teil einer Strategie, die darauf abzielte, der wachsenden internationalen Unterstützung für die Insel entgegenzuwirken und von internen wirtschaftlichen Schwierigkeiten abzulenken. ChinaLaut einem am Mittwoch von Taiwans wichtigster Sicherheitsbehörde veröffentlichten Bericht.
Die unter dem Namen „Mission Gerechtigkeit 2025“ durchgeführten Manöver umfassten den Abschuss dutzender Raketen auf Taiwan und den massiven Einsatz von Kriegsschiffen und Kampfflugzeugen in der Nähe der Insel. Die Übungen führten zur Annullierung zahlreicher Inlandsflüge und gaben Anlass zur Besorgnis bei Taipehs regionalen und westlichen Partnern.
Laut Taiwans Nationalem Sicherheitsbüro verfolgten diese Operationen eine „klare politische Absicht“: die internationale Unterstützung Taiwans durch seine Partnerdemokratien zu schwächen. Der Bericht legt zudem nahe, dass Peking versucht, die Unzufriedenheit über wirtschaftliche Rückschläge und interne soziale Spannungen in nationalistische Gefühle umzuwandeln, die als Widerstand gegen angebliche ausländische Einmischung dargestellt werden.
Die taiwanesischen Behörden werfen China vor, den sogenannten „hybriden“ Druck zu verstärken und dabei Militärdemonstrationen, wirtschaftlichen Druck, Informationskriegsführung und Cyberangriffe zu kombinieren. Laut Bericht wurden innerhalb von fünf Tagen fast 19.000 umstrittene Nachrichten von Hunderten von Konten in sozialen Medien veröffentlicht, während die Systeme der taiwanesischen Regierung in den ersten Tagen der Übungen Berichten zufolge mehr als zwei Millionen Cyberangriffe erlitten.
Peking, das Taiwan als integralen Bestandteil seines Territoriums betrachtet, hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen. Die chinesischen Behörden betonen, dass die Manöver ausschließlich der Verteidigung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität sowie der grundlegenden Interessen der chinesischen Nation dienten.
Taiwan seinerseits weist jegliche Souveränitätsansprüche Chinas zurück und bekräftigt angesichts der wachsenden regionalen Spannungen um die Taiwanstraße, dass nur das taiwanische Volk über die Zukunft der Insel entscheiden kann.