Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat inmitten der jüngsten Kontroverse um die Entwicklung der französischen Visapolitik bekräftigt, dass Algerien „niemals ein Visakontingent“ von Frankreich angefordert habe. Der Präsident stellte klar, dass er „niemals mit französischen Behörden über Visa gesprochen“ habe und wies Interpretationen zurück, wonach Algerien eine Erhöhung der Visazahl gefordert habe.
Diese Erklärung erfolgte im Anschluss an Äußerungen des französischen Botschafters in Algerien, Stéphane Romatet, der eine mögliche schrittweise Rückkehr zum Visa-Niveau vor der diplomatischen Krise zwischen den beiden Ländern erwähnt hatte. Diese Aussagen lösten in Frankreich eine hitzige Debatte aus und veranlassten die Regierung zu mehreren Klarstellungen.
Paris dementiert jegliche konkrete Zielvorgabe.
Präsident Emmanuel Macron Er erklärte seither, dass es „kein konkretes Ziel“ für die an algerische Staatsangehörige vergebenen Visa gebe und dass Frankreich in der Einwanderungspolitik „keine Nachlässigkeit“ an den Tag lege. Die Regierung erläuterte, dass die Zusammenarbeit mit Algier keine Zusage einer bestimmten Visaanzahl beinhaltete und dass sich die Gespräche primär auf die gemeinsamen Interessen beider Länder konzentrierten.
Die Äußerungen von Abdelmadjid Tebboune erfolgen inmitten einer vorsichtigen Wiederaufnahme des französisch-algerischen Dialogs nach monatelangen, erhöhten diplomatischen Spannungen. Trotz des beidseitig erklärten Wunsches nach Beschwichtigung sorgen Migrations- und Konsularfragen weiterhin für heikle Debatten beiderseits des Mittelmeers.
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