Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Landwirte
Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Landwirte

Die Europäische Kommission hat die Freigabe von 40 Millionen Euro zur Unterstützung französischer Weinproduzenten angekündigt, die mit sinkendem Konsum und internationalen Handelsspannungen zu kämpfen haben. Diese Mittel stammen aus der Agrarreserve der Europäischen Union.

Laut EU-Agrarkommissar Christophe Hansen werden diese Mittel ein Krisenprogramm zur Destillation finanzieren. Ziel dieses Mechanismus ist es, Überschüsse vom Markt zu nehmen, indem diese zu Alkohol für industrielle Zwecke verarbeitet werden, um so zur Preisstabilisierung beizutragen. Die französische Weinindustrie hatte eine solche Maßnahme gefordert und ihren Bedarf auf 80 Millionen Euro geschätzt.

Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Landwirte

Zusätzlich zu dieser Unterstützung für den Weinsektor hat Brüssel beschlossen, die Zölle auf bestimmte Importe von Stickstoffdüngern und Rohstoffen für ein Jahr auszusetzen, mit Ausnahme von Produkten aus Russland und Belarus. Diese Maßnahme soll europäischen Landwirten und Herstellern angesichts steigender Produktionskosten Einsparungen von rund 60 Millionen Euro ermöglichen.

Der Kommissar betonte, dass die europäische Landwirtschaft aufgrund der Folgen des Ukraine-Krieges, Tierseuchen und Handelsspannungen mit den USA und China weiterhin unter Druck stehe. Er brachte zudem die Möglichkeit ins Spiel, einen Teil der Einnahmen aus dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus zur Entlastung der Landwirte zu verwenden.

Zum Schluss verteidigte Christophe Hansen die von der Europäischen Union ausgehandelten Freihandelsabkommen als Hebel zur Entwicklung der Agrarexporte, stellte aber klar, dass die Entscheidung über die vorläufige Anwendung des Abkommens mit Mercosur noch nicht gefallen sei.