Das Finanzgesetz 2026 ist in Kraft getreten: Das Defizit bleibt höher als die ursprünglichen Zielvorgaben.
Das Finanzgesetz 2026 ist in Kraft getreten: Das Defizit bleibt höher als die ursprünglichen Zielvorgaben.

Das Haushaltsgesetz 2026 trat am 19. Februar in Kraft. Es sieht insbesondere eine Erhöhung des Mindestlohns (SMIC) um 1,18 % vor, wodurch das monatliche Nettogehalt auf 1.443,11 € steigt, und führt ab dem 1. Januar zusätzlichen Elternurlaub ein. Außerdem wird der Pauschalbetrag für Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung bei Überstunden auf Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten ausgeweitet.

Ein Defizit, das die Erwartungen übertrifft

Trotz dieser Maßnahmen wird das öffentliche Defizit im Jahr 2026 5 % des BIP bzw. 153 Milliarden Euro erreichen und damit die ursprünglich prognostizierten 4,7 % übertreffen. Der neue Finanzminister David Amiel kündigte an, diesen Kurs mit „größter Strenge“ fortzusetzen. Unterdessen bekräftigte eine Gruppe von 2.000 Wirtschaftsführern Anfang Februar ihre Kritik am Fortbestand der Körperschaftsteuer (CVAE) und prangerte eine Steuerbelastung an, die ihrer Ansicht nach mit einer ambitionierten Industriepolitik unvereinbar sei. Das französische Wirtschaftswachstum wird laut Prognosen der französischen Zentralbank in diesem Jahr voraussichtlich rund 0,9 % betragen.