Nach einem Wochenendausflug stellte ein Einwohner von Ajaccio fest, dass in sein Haus eingebrochen und sein Tresor geleert worden war. Neben 4.000 Euro Bargeld entwendeten die Diebe fünfzehn nicht registrierte Schusswaffen, darunter ein AK-47-Sturmgewehr. Der Raubüberfall, der sich zwischen Freitag, dem 15. Mai, und Sonntag, dem 17. Mai, ereignete, veranlasste die Staatsanwaltschaft, Ermittlungen wegen schweren Raubes einzuleiten.
Der Fall wurde an die Abteilung für Organisierte und Spezialisierte Kriminalität der Nationalpolizei übergeben. Das eingebrochene Haus verfügte über keine Videoüberwachungsanlage, was die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter erheblich erschwert.
Ein angespanntes Inselkontext
Die Insel weist eine doppelt so hohe Schusswaffendichte wie der nationale Durchschnitt auf, was diesem Diebstahl besondere Bedeutung verleiht. Im vergangenen Februar wurde in Propriano ein regelrechtes Waffenarsenal entdeckt, darunter etwa zwanzig Schusswaffen, Handgranaten und mehr als achtzehn Kilogramm ziviler und militärischer Sprengstoffe.
Der Staatsanwalt von Ajaccio, Nicolas Septe, erklärte, der rechtliche Status dieser Waffen werde geprüft. Die Frage, wie eine Privatperson ein solches Waffenarsenal besitzen konnte, ohne es anzumelden, bilde nun einen eigenen Aspekt der Ermittlungen.
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