Ein ehemaliger Yogalehrer aus Troyes wurde wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Missbrauchs schutzbedürftiger Frauen angeklagt. Der 74-Jährige, der inzwischen im Ruhestand ist, stand seit November 2025 unter gerichtlicher Aufsicht. Einige der mutmaßlichen Straftaten datieren aus dem Jahr 1998.
Mindestens fünf Frauen gehören zu den mutmaßlichen Opfern, eine von ihnen war zum Tatzeitpunkt minderjährig. Der Mann wird wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in einer Machtposition, sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen über 15 Jahren und Misshandlung einer schutzbedürftigen Person angeklagt.
Die Möglichkeit eines kultähnlichen Einflusses wird untersucht.
Ehemalige Schülerinnen behaupten, die mutmaßlichen Übergriffe seien als therapeutische Übungen im Zusammenhang mit Yoga dargestellt worden. Der Lehrer, der von einigen seiner Vertrauten als charismatische Figur, ja sogar als „Guru“, beschrieben wird, könnte eine gewisse Kontrolle über die Frauen ausgeübt haben, die sein Zentrum regelmäßig besuchten – eine Hypothese, die die Justiz nicht ausschließt.
Der Fall umfasst mehrere Verfahren, die aufgrund von Anzeigen in verschiedenen Regionen Frankreichs eingeleitet wurden. Dem ehemaligen Lehrer ist es untersagt, während der laufenden Ermittlungen Kontakt zu den Anzeigenerstattern aufzunehmen. Sein Anwalt lehnte eine Stellungnahme ab, und sein Mandant gilt weiterhin als unschuldig.
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