Das Bas-Rhin-Schwurgericht verurteilte am Mittwoch einen 42-jährigen Mann zu zwanzig Jahren Haft wegen Mordes an einer 18-jährigen Frau, die 2013 in Straßburg tot aufgefunden wurde. Das Opfer, eine bulgarische Staatsangehörige, die gelegentlich als Prostituierte arbeitete, wurde mehrere Monate nach ihrem Verschwinden in einem Zelt in der Nähe einer Autobahn entdeckt.
Der Angeklagte, Ludovic Burger, hatte sich über ein Jahrzehnt lang der Ermittler entzogen, bevor er durch auf YouTube veröffentlichte Videos identifiziert werden konnte, in denen er sein ungewöhnliches Leben mit seinem Kaninchen schilderte. Die Ermittlungen ergaben schnell seine Anwesenheit am Tatort, da mehrere seiner persönlichen Gegenstände in der Nähe der Leiche gefunden wurden.
Eine zehnjährige Flucht, die durch das Internet unterbrochen wurde
Bei der Anhörung gab der Mann zu, die junge Frau während eines sadomasochistischen sexuellen Aktes gefesselt zu haben, beteuerte aber, sie nicht töten zu wollen. Gerichtsmedizinische Untersuchungen ergaben jedoch, dass sie erstickt war. Die Staatsanwaltschaft verurteilte die Tat als extrem gewalttätig und betonte den Mangel an Empathie des Angeklagten während des Verfahrens.
Die Jury folgte der Empfehlung der Staatsanwaltschaft und verhängte eine Strafe, die auch eine fünfzehnjährige Bewährungszeit mit verpflichtender Therapie nach der Haftentlassung umfasste. Die im Prozess aussagenden psychiatrischen Sachverständigen beschrieben einen Mann, der von schweren Suchterkrankungen und einer kalten, instabilen Persönlichkeit geplagt und seit seiner Jugend stark ausgegrenzt war.
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