Schweiz: Ein Bericht zur Bekämpfung der Geldwäsche legt nahe, dass das Finanzsystem des Ehepaars Moretti einem Schneeballsystem ähnelt. (TF1)
Schweiz: Ein Bericht zur Bekämpfung der Geldwäsche legt nahe, dass das Finanzsystem des Ehepaars Moretti einem Schneeballsystem ähnelt. (TF1)

Die Schweizer Behörden untersuchen eingehend die Finanzaktivitäten des Ehepaars Moretti, das im Zentrum einer Untersuchung steht, die mittlerweile weit über den verheerenden Brand vom 1. Januar hinausgeht. Laut Informationen, die von … veröffentlicht wurden.Le ParisienEin vertraulicher Bericht des Schweizer Amtes für Geldwäschebekämpfung hebt mehrere Punkte hervor, die von den Ermittlern als besorgniserregend eingestuft werden.

Dieses interne Dokument lässt die Möglichkeit einer Finanzvereinbarung aufkommen, die mit einem Schneeballsystem vergleichbar wäre. Die Ermittlungen konzentrieren sich insbesondere auf mehrere Millionen Euro, die unter ungewöhnlichen Umständen in Form von Krediten erhalten wurden. Die Behörden versuchen nun zu klären, unter welchen Bedingungen diese Finanzierung gewährt wurde und ob sie zur Unterstützung tatsächlicher Wirtschaftstätigkeit oder zur Förderung eines intransparenteren Finanzsystems verwendet wurde.

Bei solchen Machenschaften können Gelder aus neuen Krediten oder von neuen Investoren zur Deckung bestehender Verbindlichkeiten verwendet werden, wodurch der Anschein eines tragfähigen Geschäftsmodells entsteht. Schweizer Ermittler versuchen daher zu klären, ob es sich bei den beobachteten Transaktionen um riskantes Finanzmanagement oder um eine strukturierte Konstruktion zur Verschleierung von Herkunft und Verwendung der Gelder handelt.

Geldtransfers zwischen mehreren Konten und Überweisungen nach Frankreich

Erste von den Schweizer Behörden analysierte Erkenntnisse beschreiben ein System, das auf zahlreichen Banktransaktionen basiert. Laut den von … gemeldeten Informationen … Le ParisienEs wurden angeblich mehrere Konten verwendet, um Transaktionen zu vervielfachen und die Nachverfolgung der Finanzströme zu erschweren.

Ein Teil des Geldes soll nach Frankreich transferiert worden sein, wodurch die Ermittlungen eine grenzüberschreitende Dimension erhalten. Die Schweizer Finanzbehörden, bekannt für ihre Mechanismen zur Bekämpfung der Geldwäsche, prüfen daher sorgfältig die Art dieser Transfers und alle Finanzstrukturen, die möglicherweise zu deren Durchführung genutzt wurden.

Sechs Bankkonten des Paares wurden vorsorglich eingefroren. Diese Maßnahme soll weitere Geldtransfers während der laufenden Ermittlungen verhindern.

Eine korsische Erbschaft, die als Banksicherheit hinterlegt wurde

Unter den untersuchten Gegenständen befand sich eine Erbschaft, die angeblich aus Korsika stammte. Laut dem erwähnten Bericht Le ParisienDieses Vermögen wurde angeblich als Banksicherheit verwendet, um die Beschaffung bestimmter Finanzierungen zu erleichtern.

Die Ermittler prüfen nun, ob es sich tatsächlich um eine Erbschaft handelt und ob die den Finanzinstituten vorgelegten Dokumente gültig sind. Die laufenden Ermittlungen sollen klären, ob es sich bei dem Vermögen um eine echte Erbschaft handelt oder ob es zur Erlangung von Krediten falsch dargestellt wurde.

Die Möglichkeit der Geldwäsche wird ebenfalls in den Ermittlungen geprüft. Die Behörden schließen nicht aus, dass einige der Finanzströme mit kriminellen Netzwerken, insbesondere solchen der organisierten Kriminalität auf Korsika, in Verbindung stehen könnten. Derzeit laufen die Ermittlungen, um festzustellen, ob solche Verbindungen tatsächlich bestehen.

Eine Reihe von Bränden, die die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich gezogen hat

Neben den finanziellen Fragen untersuchen die Ermittler auch mehrere Brände, die Betriebe betrafen, die von dem Paar betrieben oder besessen wurden.

Das Restaurant Le Vieux Chalet wurde 2023, kurz nach dem Kauf, durch ein Feuer zerstört. Ein weiteres Lokal, die Bar Le Constellation, wurde im Februar 2024 von einem ersten Brand betroffen.

Diesen Ereignissen ging der besonders dramatische Brand voraus, der sich in der Nacht zum 1. Januar 2026 ereignete und den Ausgangspunkt der aktuellen gerichtlichen Untersuchung bildet.

Die ersten beiden Vorfälle führten zu Entschädigungszahlungen der Versicherungsgesellschaften in Höhe von insgesamt knapp 248.000 Schweizer Franken.

Die Ermittlungen wurden nun auf finanzielle und strafrechtliche Angelegenheiten ausgeweitet.

Die nach dem verheerenden Brand vom 1. Januar 2026 eingeleiteten Ermittlungen werden nun erheblich ausgeweitet. Die Schweizer Behörden wollen klären, ob die aufgedeckten Elemente – komplexe Finanzströme, strittige Bankgarantien und eine Reihe von Bränden – auf Einzelfälle zurückzuführen sind oder Teil eines systematischen Vorgehens darstellen.

Der Fall hat inzwischen die Aufmerksamkeit mehrerer auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität spezialisierter Behörden auf sich gezogen. Da die Schweiz ihre Finanzkontrollmechanismen in den letzten Jahren verstärkt hat, könnte die Untersuchung auch eine justizielle Zusammenarbeit mit französischen Behörden umfassen.