Der Prozess gegen Antonio Ferrara, der in Belgien wegen eines geplanten Banküberfalls in Deutschland angeklagt ist, wurde am Montag in Brüssel unmittelbar nach seiner Eröffnung unterbrochen. Das Gericht beschloss, die Verhandlung bis Ende Mai zu vertagen, da bestimmte Teile der Akte den Parteien verspätet übermittelt worden seien.
Der Fall geht auf Februar 2025 zurück, als belgische Strafverfolgungsbehörden in Eupen, nahe der deutschen Grenze, eine verdächtige Gruppe festnahmen. Die Ermittler verdächtigen die Angeklagten, einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag auf ein befestigtes Zentrum in Bochum geplant zu haben. Bei der Operation sollten schwere Waffen und Sprengstoff zum Einsatz kommen.
Eine Figur des organisierten Verbrechens im Zentrum des Falls
Antonio Ferrara, der als einer der mutmaßlichen Anstifter gilt, bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Sein Anwalt betont, dass bei seiner Festnahme keine Waffen gefunden wurden, und stellt die anhand von Telefonaufzeichnungen hergestellten Verbindungen zu anderen Gruppenmitgliedern infrage.
Der 52-Jährige, ein Wiederholungstäter, steht zusammen mit neun weiteren Personen vor Gericht, von denen einige bereits wegen ähnlicher Delikte verurteilt wurden. Die Anklagepunkte umfassen die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Waffenbesitz und versuchten schweren Raub. Die nächste Anhörung ist für den 26. Mai angesetzt.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.