Sechs Mitglieder der katholischen fundamentalistischen Gruppe wurden freigelassen, nachdem sie eine Kunstinstallation in einer Pariser Kirche gestört hatten.

Schlaflose Nacht: Die Staatsanwaltschaft schließt das Verfahren gegen Civitas ohne weitere Maßnahmen.
Schlaflose Nacht: Die Staatsanwaltschaft schließt das Verfahren gegen Civitas ohne weitere Maßnahmen.

Sechs Mitglieder der Gruppe Civitas, die am Samstagabend in Paris festgenommen worden waren, wurden ohne Anklageerhebung freigelassen. Die Aktivisten der aufgelösten katholischen fundamentalistischen Bewegung hatten eine Kunstinstallation im Rahmen des Festivals Nuit Blanche an der Kirche Saint-Laurent gestört. Die Pariser Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, da ihrer Ansicht nach kein Straftatbestand vorlag, der eine Strafverfolgung gerechtfertigt hätte.

Eine Intervention während der Nuit Blanche

Der Polizeieinsatz fand in einer Kirche im 10. Arrondissement statt, wo im Rahmen des offiziellen Programms der jährlichen Kulturveranstaltung eine künstlerische Aufführung stattfand. Aktivisten hatten gegen die Veranstaltung protestiert, da sie diese für unvereinbar mit dem religiösen Charakter der Kirche hielten. Ihre Aktion führte zu einer sofortigen Festnahme. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass für den Vorfall keine rechtliche Grundlage bestand.

Eine aufgelöste Gruppe, die noch aktiv ist

Diese Entscheidung der Staatsanwaltschaft erfolgte mehrere Monate nach der behördlichen Auflösung von Civitas, die aufgrund der radikalen Positionen der Bewegung von der Regierung angeordnet wurde. Trotz dieses Verbots agieren Sympathisanten weiterhin im Namen dieser fundamentalistischen Bewegung, wie der Vorfall in Paris verdeutlicht. Die Einstellung des Verfahrens wirft Fragen hinsichtlich der rechtlichen Möglichkeiten auf, gegen die Aktionen offiziell aufgelöster Gruppen vorzugehen.

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