In der Region Oise wurden Ermittlungen eingeleitet, nachdem ein 21 Monate altes Mädchen mit einem Blutalkoholwert von 2,14 Gramm pro Liter nach Verlassen ihrer Kindertagesstätte in Plailly ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Vorfall ereignete sich im März, als die Eltern von der Einrichtung kontaktiert wurden, weil sich ihr Kind ungewöhnlich verhielt; es stürzte wiederholt und schien nicht normal stehen zu können.
Der Vater holte das kleine Mädchen sofort ab und brachte sie in die Kindernotaufnahme des Krankenhauses in Gonesse. Die Ärzte, die zunächst eine schwere neurologische Erkrankung vermuteten, stellten bei Untersuchungen schließlich fest, dass ihr Blutalkoholspiegel für ein Kind dieses Alters extrem hoch war. Das Kind wurde ärztlich überwacht und erhielt einen intravenösen Tropf, um möglichen Komplikationen vorzubeugen.
Ein Ursprung, der ungeklärt bleibt
Die Ermittlungen konnten bisher nicht klären, wie das Mädchen tagsüber eine so große Menge Alkohol zu sich nehmen konnte. Eine seltene medizinische Hypothese, die eine natürliche innere Gärung einschließt, wurde zunächst von den Ärzten in Betracht gezogen, später aber verworfen. Laut den hinzugezogenen Spezialisten muss das Kind eine alkoholische Substanz konsumiert haben.
Die Staatsanwaltschaft Senlis hat Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet, um diesen besonders heiklen Fall vollständig aufzuklären. Die Kindertagesstätte wurde nach dem Vorfall vorsorglich geschlossen; eine Wiedereröffnung ist für die kommenden Wochen geplant. Die Eltern möchten ihre Tochter jedoch nicht mehr in die Einrichtung schicken und warten auf genaue Aufklärung der Geschehnisse.
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