Die Staatsanwaltschaft Marseille beantragte am Dienstag Haftstrafen von 23 bzw. 24 Monaten für zwei Beamte der Nachtschicht der Spezialeinheit für Polizei und Rettungsdienste. Ihnen wird Gewalt im Dienst außerhalb des Dienstes vorgeworfen. Der Vorfall ereignete sich im Sommer 2025 in einer Snackbar im Stadtzentrum, wo eine Kellnerin und mehrere Gäste brutal angegriffen wurden.
Laut Anklage handelten die beiden betrunkenen Beamten außerhalb jeglichen rechtlichen Rahmens, indem sie die Kellnerin und anschließend Kunden schlugen, die eingriffen, um sie zu schützen. Die junge Frau war gegen ein Schaufenster geschleudert worden und hatte dabei mehrere Verletzungen erlitten, was zu einem fünftägigen vollständigen Arbeitsausfall führte.
Ein Strafregister wurde in der Anhörung eingehend geprüft
Vor Gericht räumten die Angeklagten die Gewalttaten teilweise ein. Die im Gerichtssaal gezeigten Videoaufnahmen einer Überwachungskamera schilderten eine besonders brutale Szene, in deren Verlauf… einer der Polizisten Er benutzte einen Teleskopschlagstock. Die Staatsanwaltschaft bestand darauf, dass die beiden Männer unter dem Deckmantel ihres Status und ohne Genehmigung gehandelt hätten.
Der Staatsanwalt Die Staatsanwältin hob zudem die umfangreichen Vorstrafenregister der beiden Beamten hervor und merkte an, dass diese bereits vor ihrem Eintritt in den Polizeidienst mehrfach verurteilt worden waren. Neben Haftstrafen beantragte sie ein dreijähriges Verbot, ein öffentliches Amt zu bekleiden oder eine Schusswaffe zu tragen. Das Strafgericht wird sein Urteil am 11. Februar verkünden.