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Lyhanna: Nach dem Bruder ist auch Jérôme Barellas Vater Gegenstand einer Vergewaltigungsanzeige.

Nach der Inhaftierung von Bruder von Jérôme BarellaNun ist die Vorstrafe des Vaters des Hauptverdächtigen im Fall Lyhanna wieder aufgetaucht. Der Mann, mittlerweile in seinen Siebzigern, war 2013 von einer seiner Enkelinnen wegen Vergewaltigung angezeigt worden. Die mutmaßlichen Taten sollen zwischen 2010 und 2013 stattgefunden haben, als das Kind zwischen 10 und 13 Jahre alt war. Das Verfahren wurde 2021 nach achtjährigen Ermittlungen eingestellt.

Eine Vergewaltigungsanzeige gegen eine Enkelin

Die Anzeige bezog sich auf mutmaßliche Taten im Haus des Großvaters. Die Anzeigende, damals minderjährig, berichtete von mehreren Vergewaltigungen. Sie war nicht Jérôme Barellas Tochter, sondern eine andere Enkelin des über Siebzigjährigen. Der Fall wurde mehrere Jahre lang untersucht. Jérôme Barellas Vater wurde nie formell angeklagt. Ihm wurde der Status eines Zeugenbeistands gewährt, ein Zwischenstatus, der es einem Beschuldigten ermöglicht, die Akte einzusehen und sich zu verteidigen, ohne formell angeklagt zu werden.

Acht Jahre Ermittlungen, dann die endgültige Einstellung des Verfahrens

Das Gericht erließ 2021 einen Einstellungsbeschluss. Die Familie des Klägers legte zunächst Berufung gegen diese Entscheidung ein, zog diese jedoch zurück. Die Einstellung ist somit endgültig. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht mit einer Wiederaufnahme des Verfahrens zu rechnen. Nur neue Beweise könnten eine Wiederaufnahme der Ermittlungen rechtfertigen.

Eine weitere Beschwerde wurde im Jahr 2018 erhoben.

Eine weitere Enkelin des 70-Jährigen soll 2018 Anzeige erstattet haben. Der Ausgang dieses zweiten Verfahrens ist bis heute unbekannt. Es gibt keine öffentlich zugänglichen Informationen darüber, ob es zu einer Anklage, einer Strafverfolgung oder einer Verurteilung kam.

Der Bruder befindet sich bereits in Polizeigewahrsam.

Diese Enthüllung erfolgt nur wenige Tage nach einer weiteren Entwicklung im Zusammenhang mit Jérôme Barellas Familie. Sein Bruder wurde in Auch im Rahmen von Ermittlungen wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen über 15 Jahren, Vergewaltigung in der Ehe, Entführung und wiederholter Morddrohungen durch die Ehefrau festgenommen. Die mutmaßlichen Straftaten sollen sich zwischen 2007 und 2017 ereignet haben. Sie stehen in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod von Lyhanna.

Jérôme Barella im Zentrum der Lyhanna-Affäre

Jérôme Barella gilt als Hauptverdächtiger im Fall des Todes der elfjährigen Schülerin Lyhanna, die in Fleurance (Département Gers) verschwand. Er wurde formell angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Bereits vor diesem Fall waren mehrere Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn erstattet worden, einige davon mit Bezug zu Minderjährigen. Diese Vorfälle lösten landesweit eine Kontroverse über den Umgang der Justiz mit den Hinweisen und Anzeigen gegen den Verdächtigen aus.

Der Fall Lyhanna erschüttert weiterhin das Justizsystem.

Die Vielzahl an Beschwerden, Anzeigen und Gerichtsverfahren gegen den Hauptverdächtigen und einige Mitglieder seines Umfelds wirft eine zentrale Frage auf: Wie konnten so viele Warnungen vor Lyhannas Tod unbeachtet bleiben? Der Fall reicht mittlerweile über den rein strafrechtlichen Bereich hinaus. Er wirft Fragen zum Umgang mit Beschwerden, zum Schutz von Minderjährigen und zur Fähigkeit der Justiz auf, Fälle von sexueller Gewalt zügig zu bearbeiten.