Sébastien Delogu, Abgeordneter der Partei La France Insoumise für das Département Bouches-du-Rhône, erschien am Dienstag vor dem Strafgericht in Marseille. Ihm wird Hehlerei und Verletzung der Vertraulichkeit von Korrespondenz vorgeworfen. Die Anklagepunkte beziehen sich auf den Besitz und die anschließende öffentliche Verbreitung privater Dokumente eines Geschäftsmannes. Diese Dokumente, die ihrem rechtmäßigen Eigentümer gestohlen wurden, sollen von dem Abgeordneten unter Umständen weitergegeben worden sein, die im Laufe des Verfahrens noch geklärt werden müssen.
Bis zu fünf Jahre Haft beantragt
Die möglichen Strafen sind besonders schwerwiegend. Dem Abgeordneten drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 750.000 Euro. Zudem könnte ihm die Bekleidung öffentlicher Ämter untersagt werden, was das Ende seiner Amtszeit in der Nationalversammlung bedeuten würde. Diese Drohung überschattet nun die politische Karriere von Sébastien Delogu, einem bekannten Mitglied der Partei La France Insoumise in der Region Marseille.
Die Affäre ereignet sich inmitten einer ohnehin schon angespannten Atmosphäre um mehrere gewählte Amtsträger aus Jean-Lucs Partei. MélenchonEr sieht sich regelmäßig mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Das Urteil, das in den kommenden Wochen erwartet wird, wird darüber entscheiden, ob der Abgeordnete seinen Sitz behalten kann oder ob er wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen verurteilt wird. Die Verteidigung muss nachweisen, dass keine kriminelle Absicht vorlag, oder die Gültigkeit der Anklage bestreiten.
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