Das Pariser Strafgericht hat Philip Morris France und den Präsidenten der französischen Niederlassung, Xavier Puech, wegen Werbepraktiken verurteilt, die gegen die Tabak- und E-Zigarettengesetzgebung verstoßen. Der Tabakkonzern muss eine Geldstrafe von 500.000 Euro zahlen, der Geschäftsführer eine Geldstrafe von 50.000 Euro.
Der Fall betraf mehrere im Frühjahr 2025 online veröffentlichte Inhalte zu den von der Gruppe vertriebenen Tabakerhitzern und E-Zigarettenprodukten der Marke IQOS. Laut Gericht warben diese Mitteilungen indirekt für Tabakprodukte, insbesondere durch die Hervorhebung einer vermeintlichen Risikominderung beim Konsum.
Inhalte, die beschuldigt werden, das Dampfen zu verharmlosen
Die Richter kritisierten das Unternehmen außerdem für die Werbung mit süßen und fruchtigen Aromen für seine E-Zigaretten. Sie argumentierten, dass diese Werbung dazu beitrage, das Dampfen in einem breiten Publikum, insbesondere unter jungen Menschen, zu normalisieren. Der Verein „Tomorrow Will Be Smoke-Free“, der die Klage eingereicht hatte, erhielt ebenfalls Schadensersatz.
Das Gericht urteilte, dass Xavier Puech die Kommunikationsstrategie der Gruppe genehmigt hatte und daher persönlich für die begangenen Straftaten verantwortlich ist. Diese Verurteilung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Gesundheitsbehörden immer häufiger vor dem Anstieg des Konsums von E-Zigaretten und Tabakprodukten unter jungen Konsumenten warnen.
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