Der islamische Gelehrte François Burgat wurde von Gerichten wegen mehrerer Tweets über die Hamas verurteilt.
Der islamische Gelehrte François Burgat wurde von Gerichten wegen mehrerer Tweets über die Hamas verurteilt.

Der islamische Gelehrte François Burgat wurde vom Berufungsgericht Aix-en-Provence wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ im Berufungsverfahren verurteilt. Der ehemalige Forschungsdirektor des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) wurde zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt und erhielt zudem ein dreijähriges Berufsverbot für öffentliche Ämter. Grund dafür waren mehrere Beiträge, die er im Januar 2024 im sozialen Netzwerk X veröffentlicht hatte.

Diese Entscheidung stellt eine juristische Kehrtwende dar, da der islamische Gelehrte ein Jahr zuvor in erster Instanz freigesprochen worden war. Das Gericht warf ihm insbesondere vor, eine Hamas-Erklärung geteilt zu haben, die einen Artikel der New York Times über sexuelle Gewalt während der Anschläge vom 7. Oktober 2023 in Israel kritisierte. In einer anderen Veröffentlichung erklärte François Burgat, er habe „unendlich viel mehr Respekt und Achtung“ vor den Führern der Hamas als vor denen des israelischen Staates.

Eine Teilverurteilung bestätigt

Das Berufungsgericht bestätigte jedoch seinen Freispruch hinsichtlich einer weiteren Nachricht, die im Dezember 2024 über die Ermordung von Samuel Paty veröffentlicht worden war. In diesem Tweet wurden die Verurteilungen zweier Personen kommentiert, die beschuldigt wurden, an einer Online-Hasskampagne im Vorfeld des Mordes an dem Lehrer beteiligt gewesen zu sein.

François Burgat muss zudem mehreren Organisationen, darunter LICRA (der Europäischen Jüdischen Organisation) und Rechtsanwälte ohne Grenzen, Schadenersatz zahlen. Sein Anwalt prangerte eine veränderte Wahrnehmung seines Mandanten an und argumentierte: „Nicht seine Botschaft hat sich geändert, sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft ihn sieht.“

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