Jordan Bardella erklärte am Donnerstag, Gérald Darmanin hätte nach dem Tod der kleinen Lyhanna zurücktreten müssen. Auf einer Pressekonferenz in Brüssel betonte der Vorsitzende des Rassemblement National, der Justizminister solle angesichts der besonderen Schwere des Falles aus Ehre zurücktreten. Er prangerte das Versagen des Staates in dieser tragischen Angelegenheit an, die die gesamte Nation bewegt habe. Marine Le PenDer Präsident der RN-Fraktion in der Nationalversammlung schloss sich dieser Meinung an und erklärte, der Justizminister hätte zumindest seinen Rücktritt beim Präsidenten der Republik einreichen sollen, der dann über das weitere Vorgehen entschieden hätte.
Eine Verschärfung des Tons auf der rechten Seite
Die Vorsitzende der Parlamentsfraktion des Rassemblement National (RN) beklagte, dass in der Politik heutzutage niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werde. Diese Aussage markiert eine Verschärfung der Parteiposition, da Marine Le Pen in den ersten Tagen nach der Tragödie nicht den Rücktritt des Ministers gefordert hatte. Auch der politische Kommentator Alain Duhamel äußerte im Radiosender RTL scharfe Kritik und argumentierte, Gérald Darmanin hätte aus diesem Vorfall lernen und die Regierung verlassen müssen.
Der Rassemblement National nutzt diesen heiklen Fall, um den Druck auf ein Schlüsselmitglied der Exekutive zu erhöhen. Die Affäre Lyhanna wirft Fragen nach den Mängeln der Justiz und der politischen Verantwortung von Ministern angesichts von Funktionsstörungen im Staatsapparat auf. Gérald Darmanin hat bisher keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass er einen Rücktritt erwägt, trotz Forderungen der Opposition und einiger politischer Kommentatoren.
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