Sechs junge Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren wurden in Paris wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an der Entführung einer Mutter und ihres elfjährigen Sohnes angeklagt. Die Tat ereignete sich am Montag in der Region Yonne. Ihnen wird Entführung und Freiheitsberaubung als Teil einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen – beides Straftaten, die mit lebenslanger Haft bestraft werden können. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft.
Die beiden Opfer wurden am darauffolgenden Tag bei einer Operation in Val-de-Marne befreit, an der rund hundert Gendarmen, darunter auch Mitglieder der GIGN, beteiligt waren. Eine siebte Person, die zunächst festgenommen worden war, wurde nach ihrem Freispruch freigelassen.
Eine gewaltsame Operation, motiviert durch ein Lösegeld
Den Ermittlungen zufolge brachen am Montagmorgen vier maskierte Personen in das Haus der Familie ein, überwältigten den Vater und forderten die Überweisung von 400.000 US-Dollar in Kryptowährung. Nachdem sie das Haus durchsucht und Bargeld, Schmuck und eine Waffe gestohlen hatten, entführten sie Mutter und Kind, um auch von ihnen Geld zu erpressen.
Nachdem es dem Vater gelungen war, sich zu befreien, schlug er Alarm, sodass die Ermittler die Opfer, die in einem Hotel festgehalten wurden, schnell ausfindig machen konnten. Sie wurden am Dienstagmorgen im Rahmen einer Operation der GIGN befreit, womit eine Gefangenschaft von weniger als 24 Stunden endete.
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