Der marokkanische Sänger Saad Lamjarred muss sich erneut vor einem französischen Gericht verantworten. Ihm wird eine Vergewaltigung vorgeworfen, die sich 2018 in der Nähe von Saint-Tropez ereignet haben soll. Der Prozess begann am Montag vor dem Schwurgericht Var in Draguignan. Der 40-jährige Künstler weist die Anschuldigungen einer jungen Frau, die er in einem Nachtclub in dem Badeort kennengelernt hatte, entschieden zurück.
Laut der Klägerin ereignete sich der Vorfall nach einem feuchtfröhlichen Abend in einem Hotelzimmer. Sie behauptet, sexuell missbraucht worden zu sein, nachdem sie zugestimmt hatte, mit dem Sänger etwas trinken zu gehen. Saad Lamjarred hingegen beteuert, die Begegnung sei einvernehmlich gewesen. Im Jahr 2021 bestätigte die französische Justiz die Anklageerhebung, obwohl die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens empfohlen hatte.
Ein neuer Rechtsstreit um den marokkanischen Star
Der in der arabischen Welt äußerst beliebte Saad Lamjarred sieht sich bereits mehreren Gerichtsverfahren wegen ähnlicher Delikte in Frankreich, Marokko und den USA gegenüber. 2023 wurde er vom Pariser Schwurgericht wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau, die er 2016 in einem Pariser Nachtclub kennengelernt hatte, zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Sänger legte Berufung gegen das Urteil ein und ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß.
Der Prozess gegen Draguignan, der ursprünglich für Ende 2025 angesetzt war, wurde aus gesundheitlichen Gründen verschoben. Auf Wunsch der Klägerin findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um ihre Privatsphäre zu schützen. Dieser neue Gerichtstermin schadet dem Image des marokkanischen Stars weiter, dessen Konzerte und Kooperationen in den letzten Jahren aufgrund der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen bereits mehrfach abgesagt wurden.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.