Am Donnerstag wurde der im Fall des Verschwindens von Manon Relandeau angeklagte Taxifahrer unter Auflagen freigelassen, wie sein Anwalt nach der Anhörung vor der Untersuchungskammer des Berufungsgerichts Rennes mitteilte. Rechtsanwalt Théo Barrière erklärte, sein Mandant, ein Mann in den Vierzigern, sei „glücklich, wieder mit seiner Familie vereint zu sein“, und drückte gleichzeitig sein „Bedauern über die Situation der Familie Relandeau“ sowie seine Bereitschaft aus, „so umfassend wie möglich“ mit der Justiz zu kooperieren. Der Mann, der seine Unschuld beteuert, bestreitet jegliche persönliche Verbindung zur Hauptverdächtigen vor deren Verschwinden und beschreibt ihre Interaktionen als rein „beruflich“.
Ein immer größer werdender Fall, eine Familie wartet
Seit dem 27. März fehlt von der 31-jährigen Manon Relandeau, einer jungen Mutter aus Saint-Étienne-de-Montluc bei Nantes, jede Spur. Ihr Verschwinden wurde erst am 3. April gemeldet, als Ermittlungen wegen Mordes und Entführung eingeleitet wurden. Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Fall ist der Partner der Vermissten, ein 41-jähriger Algerier, der am 2. April mit seiner 15 Monate alten Tochter Frankreich in Richtung Algerien verließ. Er wurde am 27. April festgenommen und in Untersuchungshaft genommen; das Kind befand sich zum Zeitpunkt der Festnahme bei ihm. Ein Taxifahrer und eine Frau wurden am 22. und 23. April formell angeklagt, unter anderem wegen „krimineller Verschwörung zur Begehung einer Straftat“ und „Veränderung eines Tatorts“ – juristische Fachbegriffe, die die Schwere des Falles unterstreichen, ohne jedoch die ganze Wahrheit preiszugeben.
Dieser verpasste Termin: Manon Relandeau hatte sich vor kurzem an den Verein Citad'elles gewandt, der sich auf die Unterstützung von Frauen spezialisiert hat, die Opfer von Gewalt geworden sind, um Anfang April einen Termin zu vereinbaren… sie ist nie dort erschienen, und die Ermittlungen schreiten weiterhin im Tempo von Anhörungen und Grauzonen voran.
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