83 Prozent der Franzosen wollen, dass Gefangene für ihre Inhaftierung bezahlen
83 Prozent der Franzosen wollen, dass Gefangene für ihre Inhaftierung bezahlen

Eine CSA-Umfrage für Europe 1, CNews und Le Journal du Dimanche ergab diesen Mittwoch, dass 83 % der Franzosen dafür sind, dass sich Gefangene finanziell an den Kosten ihrer Inhaftierung beteiligen. Eine Maßnahme, die von Gérald Darmanin unterstützt wird, der sie als Hebel zur Verbesserung der Bedingungen in Gefängnissen nutzen möchte.

Der Justizminister hat angekündigt, dass er das Gesetz ändern und diesen Beitrag verpflichtend machen möchte. Heute gibt Frankreich für sein Gefängnissystem fast 10 Millionen Euro pro Tag aus, das sind mehr als 4 Milliarden Euro pro Jahr. In einem Brief an die Gefängniswärter erklärte Gérald Darmanin, dass die eingenommenen Summen in ihre Arbeitsbedingungen reinvestiert würden.

Massive Unterstützung, insbesondere bei älteren Menschen und auf der rechten Seite

Die Zustimmung steigt mit dem Alter: 85 Prozent der über 50-Jährigen unterstützen die Maßnahme, verglichen mit 78 Prozent der unter 35-Jährigen. Auf politischer Seite sind die Anhänger der Republikaner (89 Prozent) und der National Rally (86 Prozent) am stärksten dafür. Sogar im linken Lager herrscht Konsens über die Maßnahme: 73 Prozent der Sozialisten, 68 Prozent der Rebellen und 66 Prozent der Ökologen befürworten sie.

Dieses Prinzip der „Kostenbeteiligung“ wurde bereits 2015 von Éric Ciotti vorgeschlagen. Heute kehrt er mit massiver Unterstützung der Bevölkerung zurück und zeigt den klaren Wunsch der Regierung, eine Form der Eigenverantwortung im Strafvollzug wiederherzustellen. Der Gesetzentwurf könnte von Minister Darmanin über einen Vorschlag von Christophe Naegelen, LIOT-Abgeordneter für die Vogesen, unterstützt werden.