Nach Angaben der nationalen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft sollen im Jahr 2026 35 Personen, die wegen islamistischen Terrorismus verurteilt wurden, aus dem Gefängnis entlassen werden.
Nach Angaben der nationalen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft sollen im Jahr 2026 35 Personen, die wegen islamistischen Terrorismus verurteilt wurden, aus dem Gefängnis entlassen werden.

Die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) plant, im Jahr 2026 35 wegen islamistischen Terrorismus verurteilte Gefangene freizulassen, wie ihr Leiter, Olivier Christen, bekannt gab. Seit 2021 wurden laut PNAT-Angaben bereits 339 Gefangene dieser Art freigelassen.

Im Jahr 2025 wurden 46 Gefangene freigelassen, darunter Brahim Bahrir, der in Belgien wegen Terrorismus verurteilt worden war und Polizisten am Arc de Triomphe mit einem Messer bedroht hatte, bevor er erschossen wurde. Er war am 24. Dezember freigelassen worden und unterstand richterlicher Aufsicht, einschließlich der obligatorischen Teilnahme an einem Deradikalisierungsprogramm sowie administrativer Überwachung.

Freigegebene Profile werden zunehmend als risikoreich eingestuft.

Laut PNAT steigt der Anteil der Freigelassenen, die wegen Gewalttaten oder geplanter Anschläge verurteilt wurden, deutlich an: 21 % im Jahr 2021, fast 33 % im Jahr 2025 und schätzungsweise 52 % im Jahr 2026. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hebt damit eine Verschiebung hin zu als gefährlicher eingestuften Personenprofilen hervor.

Von den 339 seit 2021 registrierten Freilassungen führten 57 zu erneuter Inhaftierung. Diese Rückverlegungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit Verstößen gegen richterliche Auflagen oder Verwaltungsmaßnahmen, aber auch mit Straftaten nach dem allgemeinen Recht, Handlungen mit Bezug zu Terrorismus (Verherrlichung, Anstiftung) und in wenigen Fällen mit der Planung von Gewalttaten oder Angriffen.