Der Komiker Pierre Palmade wird wegen „unbeabsichtigter Verletzungen“ nach einem Verkehrsunfall am 10. Februar 2023 in Villiers-en-Bière im Département Seine-et-Marne vor das Strafgericht gestellt.
An diesem Tag saß Pierre Palmade am Steuer eines Autos, das auf einer Nebenstraße mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Bei dem Unfall wurden drei Personen schwer verletzt: ein Mann, sein Sohn und seine Schwägerin, die leider das erwartete Baby nach dem Zusammenstoß verlor. Eine ärztliche Untersuchung ergab, dass das von der schwangeren Passagierin getragene Baby, bei dem nach dem Unfall ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, vor der Geburt gestorben war und daher rechtlich nicht als menschliche Person angesehen werden konnte. Die Experten kamen außerdem zu dem Schluss, dass das Kind lebend zur Welt gekommen wäre, wenn der Unfall nicht passiert wäre. Laut einer dem Fall nahestehenden Quelle war der Tod des Babys direkt auf den Unfall zurückzuführen, obwohl die Staatsanwaltschaft von Melun zunächst einen Prozess wegen „fahrlässiger Tötung“ beantragt hatte.
Der Untersuchungsrichter klärte diese Rechtsfrage daher, indem er Pierre Palmade wegen „unbeabsichtigter Verletzungen eines Fahrers, der vorsätzlich gegen besondere Vorsichts- oder Sicherheitspflichten verstoßen hat“, insbesondere aufgrund von Drogenkonsum, entlassen hat. Pierre Palmade, der seit vielen Jahren unter Drogenproblemen litt, hatte drei Tage lang Drogen genommen, ohne zu schlafen, bevor er sich mit zwei Passagieren ans Steuer setzte, um einkaufen zu gehen. Aufgrund dieser Tatsachen und weil er als Wiederholungstäter eingestuft wird, droht Pierre Palmade eine Haftstrafe von 14 Jahren und eine Geldstrafe von 200 Euro.