Der ehemalige Kommunikationsdirektor von Olympique de Marseille Jacques CardozeEr hatte es von Anfang an im Sinn, und das aus gutem Grund: Es war Teil seines Vertrags. Er sollte die traditionelle Gala des Vereins mit allen Spielern, dem Trainer, seinem Trainerstab, dem Präsidenten, den Sponsoren, Freunden und natürlich einem beim Verein beliebten Fernsehstar organisieren, der diese traditionelle Saisonabschlussveranstaltung moderieren sollte. Die Gala sammelt Spenden für die OM-Stiftung (inzwischen in „13th Man“ umbenannt), deren Direktor Jacques Cardoze ebenfalls war. Er trug somit die Verantwortung in doppelter Funktion, und vor all diesen wichtigen Persönlichkeiten durfte er sich auf keinen Fall einen Fehler erlauben!
Für Jacques Cardoze wäre die ideale Lösung gewesen, den bekanntesten Fernsehmoderator zu engagieren – ein bekanntes Gesicht für die Zuschauer von „Dancing with the Stars“ (DALS) oder „The Masked Singer“ auf TF1. Doch es gab einen Haken: Die Moderation der Gala wurde weder vom Verein noch von der Stiftung bezahlt. Alle Spenden an die OM-Stiftung waren freiwillig. Cardozes Problem war, dass kein Star ohne Bezahlung erscheinen würde. Und der Termin der Gala wurde in Absprache mit dem Trainer festgelegt, denn im Fußballverein hat der Sportler immer Vorrang.
In jenem Jahr war es der hitzköpfige Argentinier Jorge Sampaoli Wer ist für das Team verantwortlich? Die Mannschaft hat in dieser Marathon-Saison und der langen Conference League bereits nicht weniger als 50 Spiele absolviert. Longoria und Sampaoli haben zwar ihr Einverständnis gegeben, die Gala findet an einem Freitag statt und endet nicht zu spät, damit sich die Spieler vor dem nächsten Spiel erholen können.
Hinzu kommt noch eine weitere Schwierigkeit: Der Terminkalender des TF1-Moderators ist so voll, dass Camille Combal Er wird am nächsten Tag in New York erwartet, um in Jimmy Fallons Show aufzutreten! Wow! Das sind ja ganz schön viele Verpflichtungen … aber egal! Man unterschätzt den ehemaligen Journalisten von France TV, der sehr stur sein kann und vor allem Herausforderungen liebt.
Cardoze hat seine Karriere zwar bei France 2 aufgebaut, ist aber auch ein großer Fan von Camille Combal. Beide teilen die Leidenschaft für ihren geliebten Verein: Olympique Marseille. Deshalb beauftragte der Kommunikationsdirektor von OM seine Mitarbeiter, Combal einen gebührenden Empfang zu bereiten! Und das taten sie auch! Das Ergebnis: eine vierstündige Sendung, großzügig zur Verfügung gestellt von TF1-Star Camille Combal.
Eine umso großzügigere und geschätztere Geste, als er am nächsten Tag um 5 Uhr morgens aufstehen musste, um nach Paris und dann nach New York zu fliegen, wo ihn eine weitere Show erwartete… Aber für OM ist nichts zu gut!
An diesem Abend zeigten alle in den von Cardoze für diesen Anlass reservierten Salons des Vélodrome ihre Großzügigkeit. Zu den Preisen der Verlosung gehörten: Eintrittskarten für einen Formel-1-Grand-Prix, Handschuhe und ein Helm eines Motorradrennfahrers sowie das legendäre Trikot vom 300. Spiel der Formel 1. Mandanda.
Alle Spieler waren anwesend, einschließlich Payet und Milik. GhendouziLongoria und Vertreter der Sponsoren zückten ihre Schecks, um seltene Erinnerungsstücke zu horrenden Preisen zu erwerben und so die Vereinsstiftung zu stärken. Dank dieser Rekordeinnahmen können in der kommenden Saison wohltätige Projekte finanziert werden, die Jacques Cardoze vor seinem Abschied vom Verein ins Leben gerufen hatte: die Anschaffung von Sportgeräten für benachteiligte Jugendliche, die Verteilung von Schulbüchern und die Unterstützung verschiedener Amateurvereine.
Sagt man nicht auch, dass OM ein Verein des Herzens ist?