Ein zehn Meter langer Wal strandete und verendete an einem Strand auf der Île de Ré in der Charente-Maritime. Das Tier wurde am Freitagabend bei Rivedoux-Plage entdeckt und mobilisierte die Behörden und Spezialisten des nationalen Strandungsnetzwerks. Sie bezeichneten den Vorfall als besonders selten in diesem Küstenabschnitt des Atlantiks.
Bei dem Wal handelte es sich um einen Finnwal, die zweitgrößte Walart der Welt nach dem Blauwal. Experten zufolge war das Tier, ein Weibchen, am Nachmittag in Küstennähe gesichtet worden, bevor es lebend strandete. Aufgrund seines Zustands war eine Rettungsaktion in der Nacht jedoch nicht möglich, und das Säugetier verendete kurz darauf.
Der dritte Fall, der in über einem Jahrhundert beobachtet wurde
Für Experten ist diese Strandung ein außergewöhnliches Phänomen. Es handelt sich erst um den dritten dokumentierten Fall dieser Art auf der Île de Ré, nach Strandungen in den Jahren 1920 und 2017. Seit Beginn der Erhebungen des nationalen Strandungsnetzwerks schwankt die Anzahl der an der französischen Küste gefundenen Finnwale im Allgemeinen zwischen einem und dreizehn Tieren pro Jahr.
Der auf etwa zwölf Tonnen geschätzte Kadaver wurde am Samstag mit einem Kranwagen geborgen und anschließend zur Autopsie transportiert. Die Analyse soll die genaue Todesursache und den Grund für die Strandung des Tieres klären. Laut Angaben des Pelagis-Observatoriums wurden seit 2023 keine Finnwalstrandungen mehr an der französischen Küste gemeldet.
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