Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes erreichte 2025 den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenerfassung durch das MapBiomas-Überwachungsnetzwerk. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht wurden im vergangenen Jahr weniger als eine Million Hektar Wald im Land abgeholzt – ein Wert, der zuletzt vor sechs Jahren erreicht wurde.
Im Jahr 2025 verschwanden fast 985.000 Hektar Vegetation, ein Rückgang von über 20 % gegenüber dem Vorjahr. Allein im brasilianischen Amazonasgebiet sank die entwaldete Fläche um 23,5 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2019. Trotz dieser Verbesserung weisen die Autoren des Berichts darauf hin, dass in der Region weiterhin etwa fünf Bäume pro Sekunde entwurzelt werden.
Lula hebt seine Umweltbilanz hervor.
Diese Zahlen sind ein positives Zeichen für Luiz Inácio Lula da Silva, der den Kampf gegen die Entwaldung zu einem der Schwerpunkte seiner Amtszeit gemacht und sich verpflichtet hat, die illegale Entwaldung bis 2030 zu beseitigen. Die Experten von MapBiomas führen diesen Rückgang insbesondere auf die Verschärfung der Kontrollen und Sanktionen gegen illegale Aktivitäten zurück.
Die Ausweitung der Landwirtschaft ist nach wie vor die Hauptursache für die Zerstörung von Ökosystemen in Brasilien und betrifft nahezu alle Gebiete. Der Cerrado, eine riesige Savanne südlich des Amazonas, bleibt das am stärksten beeinträchtigte Biom, trotz einer leichten Verbesserung der Zahlen in diesem Jahr.
Umweltorganisationen bleiben vorsichtig. Sie verurteilen mehrere Projekte, die in letzter Zeit von der brasilianischen Regierung unterstützt wurden, darunter Reformen, die als weniger umweltschonend gelten, und ein umstrittenes Ölförderprojekt vor der Küste des Amazonas.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.