Am Mittwoch brach auf dem Gelände des berühmten Elektro-Musikfestivals Tomorrowland im belgischen Boom ein schwerer Brand aus. Der Vorfall ereignete sich am helllichten Tag, nur zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung des Festivals am Freitag, den 18. Juli.
Eine Katastrophe großen Ausmaßes
Das Feuer betraf direkt die Hauptbühne, das Wahrzeichen des Festivals. Online kursierenden Bildern zufolge stiegen riesige Flammen und eine dichte Rauchwolke über dem Veranstaltungsort auf und legten große Teile des Gebäudes in Schutt und Asche. Etwa 75 Prozent der Bühne wurden Berichten zufolge zerstört, bevor die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle brachte.
Die Rettungskräfte trafen schnell vor Ort ein. Die Polizei errichtete einen Sicherheitsbereich um das Gelände und bat die Anwohner, wegen des Rauchs die Fenster geschlossen zu halten. Da das Gelände noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, waren zu diesem Zeitpunkt keine Festivalbesucher anwesend. Rund 1.000 Mitarbeiter waren im Einsatz, es gab jedoch keine Verletzten.
Die Brandursache ist noch ungeklärt. Einige Quellen vermuten, dass kurz vor dem Vorfall ein Feuerwerkskörper getestet wurde, eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch noch nicht. Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Umstände des Vorfalls laufen.
Eine ungewisse Zukunft für die Ausgabe 2025
Obwohl Tomorrowland an zwei Wochenenden fast 400 Festivalbesucher begrüßen sollte, ist die Organisation der Veranstaltung nun ernsthaft gefährdet. Die Hauptbühne, das eigentliche Herzstück des Festivals, kann voraussichtlich nicht rechtzeitig wieder aufgebaut werden. Die Organisatoren haben bisher weder einen Notfallplan noch eine Alternativlösung bekannt gegeben.
Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Brand die Infrastruktur von Tomorrowland beeinträchtigt hat. 2017 kam es bei einer Veranstaltung des Festivals in Barcelona zu einer ähnlichen Katastrophe. Tausende Menschen mussten evakuiert werden, ohne dass es zu Verletzten kam.