Konzerte, Festivals: Budgetbeschränkungen bremsen derzeit die französischen
Konzerte, Festivals: Budgetbeschränkungen bremsen derzeit die französischen

Mit dem nahenden Musikfest zeichnet sich ein Trend ab: Die Franzosen sind nach wie vor sehr musikbegeistert, doch immer mehr verzichten auf Live-Veranstaltungen. Laut dem sechsten Musikbarometer Musik im Leben der FranzosenEiner Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Verian im Auftrag von Crédit Mutuel unter 2.000 Personen ab 16 Jahren zufolge wirken sich Budgetbeschränkungen zunehmend auf kulturelle Unternehmungen aus. Trotz des weiterhin hohen Interesses an Musik im Alltag werden Konzerte und Festivals für einen Teil der Bevölkerung immer unerschwinglicher.

Die hohen Ticketpreise halten das Publikum von den Bühnen fern.

Laut einer Verian-Studie im Auftrag von Crédit Mutuel planen 45 % der Franzosen, 2026 ein Konzert zu besuchen, und 33 % ein Festival. Dies entspricht einem Rückgang von sechs Prozentpunkten gegenüber 2024. Insgesamt gaben 45 % der Befragten an, in diesem Jahr keine musikalischen Veranstaltungen zu planen, weder Konzerte noch Festivals oder Live-Musik-Events.

Der Hauptgrund bleibt der finanzielle. Fast ein Drittel derjenigen, die auf solche Veranstaltungen verzichten, nennt die Kosten als direkten Grund. Besonders die dynamische Preisgestaltung steht im Fokus der Kritik. Dieses System, das die Preise je nach Nachfrage anpasst, wird negativ bewertet: 75 % der Franzosen sind der Meinung, dass Konzerte dadurch für die breite Öffentlichkeit zu teuer werden – ein Wert, der laut einer Umfrage innerhalb eines Jahres um 18 Prozentpunkte gestiegen ist. Fast zwei Drittel glauben zudem, dass es bestimmte kommerzielle Missbräuche begünstigt.

Ein Ort, der im Alltag der Franzosen nach wie vor eine zentrale Rolle spielt.

Auch wenn die Zahl der Neuerscheinungen zurückgeht, ist Musikhören nach wie vor fest in den Gewohnheiten der Menschen verankert. Laut einer Verian-Umfrage im Auftrag von Crédit Mutuel hören 58 % der Franzosen mindestens eine Stunde täglich Musik, bei den 16- bis 24-Jährigen sind es sogar fast drei Viertel. Für diese Generation gehört Musik zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen.

Die Studie beleuchtet auch die Entwicklung der Hörgewohnheiten. Radio bleibt das beliebteste Hörmedium (71 %) und der wichtigste Kanal zur Musikentdeckung (55 %), während Streaming weiter an Bedeutung gewinnt: 57 % der Franzosen nutzen es, davon 32 % über einen kostenpflichtigen Dienst – fast doppelt so viele wie 2021. Neben diesen Hörgewohnheiten spielt Musik weiterhin eine wichtige emotionale Rolle: 86 % der Befragten sind der Ansicht, dass sie sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt, insbesondere durch Stimmungsaufhellung, Energiezufuhr oder Stressabbau.

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