In Genua bringt Charlotte de Witte 20.000 Menschen im Stadtzentrum zum Tanzen.
In Genua bringt Charlotte de Witte 20.000 Menschen im Stadtzentrum zum Tanzen.

Für eine Nacht eroberte die Techno-Szene das historische Herz Genuas. Am Samstag, dem 11. April, verwandelte sich die Piazza Matteotti gegenüber dem Dogenpalast in eine riesige Open-Air-Tanzfläche für ein DJ-Set von Charlotte de Witte. Die Veranstaltung lockte ein beeindruckendes Publikum an, schätzungsweise über 20.000 Besucher – eine bunte Mischung aus Fans elektronischer Musik, Einheimischen, Touristen und Familien.

Ein historischer Platz, der in eine riesige Tanzfläche verwandelt wurde

Am späten Nachmittag rechneten die Organisatoren mit einem großen Besucherandrang und hatten daher bereits mehrere Stunden vor Beginn des Konzerts, das gegen 19 Uhr startete, Zugangskontrollen und Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet. Laut Angaben der Stadtverwaltung befanden sich zu jedem Zeitpunkt etwa 8.000 Menschen auf dem Platz, während der kontinuierliche Besucherstrom die tatsächliche Besucherzahl deutlich überstieg.

Die Vielfalt des Publikums prägte den Abend. Weit entfernt von einer Veranstaltung nur für Clubgänger, zog das Treffen ein generationsübergreifendes Publikum an. Von jungen Leuten über Familien bis hin zu neugierigen Passanten – alle kamen in ausgelassener Stimmung zusammen und verwandelten die Innenstadt in eine Art riesige urbane Rave-Party.

Eine kulturelle und politische Operation zur Wiederbelebung der Stadt

Auf Einladung der Genueser Bürgermeisterin Silvia Salis bezeichnete die belgische DJane den Abend als unvergessliches Erlebnis. In den sozialen Medien gestand sie, sprach kaum von Worten, um den Abend zu beschreiben, und erwähnte ein Publikum „aller Altersgruppen“, das durch die Musik und die seltene Atmosphäre des gemeinsamen Erlebens vereint war.

Die Veranstaltung ist Teil einer umfassenderen städtischen Strategie zur Revitalisierung der Stadt, insbesondere im Kultur- und Tourismussektor. Ziel ist es, Initiativen anzubieten, die ein neues Publikum für die oft als altmodisch wahrgenommene Stadt gewinnen können. Nach schwierigen Jahren, darunter dem Einsturz der Morandi-Brücke im Jahr 2018, versucht Genua daher, sein Image durch populäre und verbindende Veranstaltungen aufzufrischen.

Gemeinschaft

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